Unseriöse SEO-Angebote ähneln sich stark, und Google hat die typischen Muster selbst aufgeschrieben. Die Seite "Benötigst du einen SEO?" in der Dokumentation von Google Search Central nennt Warnzeichen und Fragen, die du vor einem Auftrag stellen solltest [1]. Die meisten unseriösen Angebote fallen schon an einer dieser Stellen auf.
Versprechen, die niemand halten kann
Das deutlichste Zeichen ist eine Garantie. Google schreibt, niemand könne eine Platzierung an erster Stelle bei Google garantieren, und rät, sich vor SEOs in Acht zu nehmen, die Rankings garantieren [1]. Nach unserer Erfahrung meint, wer das trotzdem verspricht, oft einen Suchbegriff, nach dem kaum jemand sucht, oder rechnet mit Maßnahmen, die gegen Googles Regeln verstoßen. Was seriöse Anbieter stattdessen zusagen können, steht unter Gibt es SEO-Garantien.

Genauso verdächtig ist eine angebliche Sonderbeziehung zu Google oder das Angebot, deine Website bei Google "mit Priorität" einzureichen [1]. Auch die Anmeldung bei tausenden Suchmaschinen nennt Google als Warnzeichen [1]. Die großen Suchmaschinen finden eine Website über Links und Sitemaps von selbst.
Fragwürdige Methoden
Ein zweites Muster sind Pakete mit vielen Links für wenig Geld. In Googles Spamrichtlinien steht der Kauf von Links oder von Beiträgen mit Links zum Zweck eines besseren Rankings ausdrücklich als Linkspam, ebenso Links aus Verzeichnissen und Lesezeichendiensten von geringer Qualität [2]. Bezahlte Links sind nur in Ordnung, wenn sie mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" gekennzeichnet sind [2]. Ein Angebot, das "500 Backlinks" für einen Pauschalbetrag verspricht, zielt auf genau das, was Google bestraft. Mehr dazu steht unter Sind gekaufte Links erlaubt.
Google warnt außerdem davor, sich zu einem Link auf die Website des SEOs verpflichten zu lassen [1]. Und bei unaufgeforderten E-Mails von SEOs und Web-Agenturen ist laut Google Vorsicht geboten [1]. Eine Mail, die mit "Deine Website hat 47 Fehler" beginnt und von einem unbekannten Absender kommt, ist meist eine Massenmail.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Fehlende Offenheit
Ein seriöser Anbieter erklärt, was er tut und warum. Google rät zu fragen, ob der SEO über alle Änderungen informiert und seine Empfehlungen begründet, und ob er sich auf offizielle Google-Dokumentation beruft [1]. Du bist für das verantwortlich, was ein beauftragtes Unternehmen an deiner Website macht [1]. Wer dir keine Einsicht gibt, was er ändert, oder geheime Methoden andeutet, sollte keinen Zugang bekommen. Für ein erstes Audit reicht laut Google Lesezugriff auf die Search Console [1].

Nach unserer Erfahrung lohnt sich auch ein Blick in den Vertrag. Lange Laufzeiten ohne klar beschriebene Leistung, Berichte ohne nachvollziehbare Zahlen und Domains, die auf den Anbieter registriert werden, sind schlechte Zeichen. Die Domain sollte immer auf dich laufen. Was in einen fairen Vertrag gehört, beschreibt Was steht in einem SEO-Vertrag, und wie du einen guten Anbieter findest, steht unter Wie findet man eine seriöse SEO-Agentur. Den Begriff für regelwidrige Methoden erklärt das Glossar unter Black Hat SEO.
Fragen vor dem Auftrag
Google schlägt unter anderem diese Fragen vor: Kann der Anbieter Referenzen zeigen? Hält er sich an die Grundlagen der Google Suche? Welche Ergebnisse erwartet er in welchem Zeitraum, und wie misst er den Erfolg? Welche Erfahrung hat er in deiner Branche und Region? Fragt er nach deinem Geschäft, deinen Mitbewerbern und danach, wie Kunden dich finden [1]? Eine der Fragen betrifft die KI-Suche: Entsprechen die Ratschläge zur Optimierung für KI-Funktionen den offiziellen Richtlinien von Google [1]? Das zielt auf Angebote, die geheime Kniffe für ChatGPT oder die KI-Übersichten versprechen. Ein Anbieter, der diese Fragen ausweichend beantwortet, hilft dir wahrscheinlich nicht weiter.
Du hast ein Angebot auf dem Tisch und bist unsicher? In der gratis Sprechstunde kannst du es zeigen, und wir sagen dir, welche Punkte wir nachfragen würden.
- Organisation Benötigst du einen SEO?. Google Search Central. Stand 10.06.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Kann eine Agentur Platz 1 bei Google garantieren?
Nein. Google schreibt selbst, dass niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren kann. Eine Garantie ist ein Warnzeichen.
Gibt es Agenturen mit besonderem Draht zu Google?
Google warnt ausdrücklich vor Anbietern, die eine Sonderbeziehung zu Google oder eine Einreichung mit Priorität versprechen.
Lohnt sich die Anmeldung bei tausenden Suchmaschinen?
Nein. Google nennt solche Angebote als Warnzeichen. Gefunden wirst du über die wenigen großen Suchdienste, die deine Seite von selbst crawlen.
Sind Backlink-Pakete in Ordnung?
Gekaufte Links für ein besseres Ranking zählt Google zum Linkspam. Erlaubt sind bezahlte Links nur mit rel="nofollow" oder rel="sponsored".
Was ist von unaufgeforderten SEO-Mails zu halten?
Google rät hier zur Vorsicht. Solche Mails sind meist Massenmails mit allgemeinen Fehlerlisten.
Darf ein SEO verlangen, dass ich auf ihn verlinke?
Google rät davon ab, sich zu einem Link auf die Website des SEOs verpflichten zu lassen.
Welchen Zugang sollte ich einer Agentur geben?
Für ein erstes Audit reicht laut Google Lesezugriff auf die Search Console. Mehr Rechte gibst du erst, wenn klar ist, was geändert wird.
Auf wen sollte die Domain registriert sein?
Auf dich oder dein Unternehmen. Läuft sie auf den Anbieter, bist du bei einem Wechsel von ihm abhängig.
Bin ich verantwortlich für das, was meine Agentur macht?
Ja. Google weist darauf hin, dass du für die Maßnahmen eines beauftragten Unternehmens verantwortlich bist.
Woran erkenne ich einen seriösen Anbieter?
Er erklärt seine Schritte, begründet Empfehlungen mit Googles Dokumentation, nennt realistische Zeiträume und fragt nach deinem Geschäft.
Sind sehr billige SEO-Angebote immer unseriös?
Nicht immer. Prüf aber genau, welche Leistung für den Preis vorgesehen ist und ob darin Massenlinks oder automatisch erzeugte Texte stecken.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
