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Häufige Fragen

Sind gekaufte Links erlaubt?

Gekaufte Links sind erlaubt, solange sie mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" ausgezeichnet sind. Wer Links kauft, damit sie das Ranking verbessern, verstößt gegen Googles Spamrichtlinien. Dazu kommt in Deutschland die Pflicht, bezahlte Inhalte als Werbung erkennbar zu machen.

Zwei Hände beim Händedruck über einem Holztisch, dazwischen ein geschlossener Briefumschlag
Bild: KI-generiert

Links zu kaufen ist nicht verboten. Werbung, Sponsoring und bezahlte Platzierungen gehören zum Internet, und Google erkennt das auch an. Wer aber Geld für einen Link bezahlt, damit dieser das Ranking verbessert, verstößt gegen die Spamrichtlinien von Google. Erlaubt ist der gekaufte Link deshalb nur mit Kennzeichnung im Code. In Deutschland kommt das Wettbewerbsrecht dazu, das eine Kennzeichnung für Leser verlangen kann.

Was Google unter Linkspam versteht

Google beschreibt Linkspam als Links, die vor allem gesetzt werden, um das Ranking zu manipulieren [1]. An erster Stelle steht der Kauf oder Verkauf von Links für Rankingzwecke. Dazu zählt Google ausdrücklich den Tausch von Geld gegen Links oder gegen Beiträge mit Links, den Tausch von Waren oder Dienstleistungen gegen Links und das Verschicken eines Produkts im Austausch gegen einen Bericht mit Link [1]. Auch bezahlte Advertorials, deren Links Rankingwirkung weitergeben, nennt Google als Beispiel [1]. Weitere Beispiele sind übermäßiger Linktausch, automatisch erzeugte Links und Links in Verzeichnissen von geringer Qualität [1].

Wer gegen die Spamrichtlinien verstößt, riskiert laut Google, dass die Website schlechter rankt oder gar nicht mehr in den Ergebnissen erscheint. Google erkennt Verstöße mit automatischen Systemen und, wenn nötig, durch Menschen, die eine manuelle Maßnahme verhängen können [1]. Was dann zu tun ist, erklärt die Frage Was tun bei einer manuellen Maßnahme.

Google schreibt, dass Kauf und Verkauf von Links für Werbung und Sponsoring ein normaler Teil des Internets sind. Solche Links verstoßen nicht gegen die Richtlinien, wenn das a-Element das Attribut rel="sponsored" oder rel="nofollow" trägt [1]. Für bezahlte Links und Anzeigen empfiehlt Google den Wert sponsored. Nofollow war früher die Empfehlung und ist weiterhin zulässig [2]. Der Unterschied zwischen den beiden Werten steht in der Frage Was ist der Unterschied zwischen nofollow und sponsored, das Attribut selbst im Glossar unter Sponsored-Attribut.

Metallkette mit einem andersfarbig lackierten Glied auf einer hellgrauen Fläche, Nahaufnahme
Bild: KI-generiert

Links mit diesen Attributen folgt Google in der Regel nicht [2]. Für dein Ranking bringt ein gekennzeichneter Link also wenig. Nützlich kann er trotzdem sein, wenn er Besucher bringt, die zu deinem Angebot passen. Ob sich der Preis dafür lohnt, rechnest du dann wie bei jeder anderen Anzeige.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Das Wettbewerbsrecht in Deutschland

Neben Google gibt es das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Nach § 5a Absatz 4 UWG handelt unlauter, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, wenn er sich nicht aus den Umständen ergibt [3]. Erhält jemand für einen Beitrag zugunsten eines fremden Unternehmens Geld oder eine ähnliche Gegenleistung, liegt ein solcher Zweck vor. Das Gesetz vermutet die Gegenleistung, solange der Handelnde nicht glaubhaft macht, dass er keine erhalten hat [3]. Ein bezahlter Gastbeitrag mit Link braucht deshalb in der Regel einen sichtbaren Hinweis wie "Anzeige" oder "Werbung". Das Attribut rel="sponsored" im Quelltext sieht der Leser nicht. Die rechtliche Seite behandelt unser Ratgeber Gekaufte Links und Wettbewerbsrecht. Für deinen Einzelfall fragst du am besten einen Anwalt.

Was stattdessen funktioniert

Links, die Google wertet, entstehen, wenn andere freiwillig auf deine Inhalte verweisen. Das klappt mit Inhalten, die zitiert werden: eigene Daten, gute Anleitungen, Werkzeuge. Für lokale Betriebe kommen Verbände, Partner, Vereine und die örtliche Presse dazu. Wie das konkret geht, zeigt die Frage Wie baut man Backlinks natürlich auf. Wer Unterstützung sucht, findet bei SEO NW den Bereich Linkbuilding.

Kleine Gruppe Erwachsener im Gespräch bei einem Frühstückstreffen mit Kaffeetassen auf dem Tisch
Bild: KI-generiert

Dir wurden Links angeboten, oder du bist unsicher, ob alte Linkkäufe deiner Website schaden? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde. Wir schauen gemeinsam auf dein Linkprofil.

  1. Organisation Spam policies for Google web search. Google Search Central. Stand 28.08.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Qualify your outbound links to Google. Google Search Central. Stand 10.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Gesetz § 5a Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): Irreführung durch Unterlassen. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Sind gekaufte Links illegal?

Nicht grundsätzlich. Nach dem UWG muss aber erkennbar sein, wenn ein Beitrag bezahlt ist. Bei Google verstoßen gekaufte Links ohne sponsored oder nofollow gegen die Spamrichtlinien.

Merkt Google, dass ein Link gekauft ist?

Google erkennt Verstöße nach eigener Aussage mit automatischen Systemen und, wenn nötig, durch manuelle Prüfung. Wie genau, verrät Google nicht.

Was passiert, wenn Google gekaufte Links findet?

Laut Google kann die Website schlechter ranken oder ganz aus den Ergebnissen fallen. In schweren Fällen gibt es eine manuelle Maßnahme, die in der Search Console angezeigt wird.

Welches Attribut nehme ich für bezahlte Links?

Google empfiehlt rel="sponsored". Rel="nofollow" ist weiterhin zulässig.

Ist ein Produkt gegen Link auch ein gekaufter Link?

Ja. Google nennt das Verschicken eines Produkts im Austausch für einen Bericht mit Link ausdrücklich als Beispiel für Linkspam.

Sind Gastbeiträge gekaufte Links?

Nur wenn dafür bezahlt oder eine Gegenleistung vereinbart wird. Bezahlte Gastbeiträge brauchen ein Attribut im Link und nach dem UWG in der Regel eine sichtbare Kennzeichnung.

Ist Linktausch erlaubt?

Ein gelegentlicher Verweis auf Partner ist normal. Übermäßiger Linktausch nur zum Zweck der gegenseitigen Verlinkung zählt bei Google zum Linkspam.

Bringt ein Link mit sponsored überhaupt etwas?

Google folgt solchen Links in der Regel nicht, für das Ranking bringt er also wenig. Besucher kann er trotzdem bringen.

Was mache ich mit alten gekauften Links?

Bitte die Betreiber, die Links zu entfernen oder mit sponsored auszuzeichnen. Klappt das nicht, kann eine Disavow-Datei helfen.

Darf ich als Websitebetreiber Links verkaufen?

Ja, wenn du sie mit sponsored oder nofollow auszeichnest und den Beitrag für Leser als Werbung kennzeichnest. Ohne Auszeichnung verstößt du gegen Googles Richtlinien.

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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