Ein natürlicher Backlink ist ein Link, den eine andere Website freiwillig setzt, weil sie ihren Lesern etwas zeigen will, das bei dir steht. Niemand hat dafür bezahlt, und niemand hat einen Linktausch verabredet. Solche Links lassen sich nicht bestellen. Du kannst aber viel dafür tun, dass sie entstehen. Was ein Backlink ist, erklärt das Glossar unter Backlink.
Was Google als Link-Spam wertet
Die Grenze zieht Google in den Spamrichtlinien. Als Link-Spam gelten dort unter anderem gekaufte oder verkaufte Links zur Verbesserung des Rankings, auch gegen Waren, Dienstleistungen oder kostenlose Produkte, dazu übermäßiger Linktausch, automatisch erzeugte Links, bezahlte Artikel, Gastbeiträge und Pressemitteilungen mit optimierten Ankertexten und Links in Footern oder Widgets auf vielen fremden Websites [1]. Bezahlte Links sind erlaubt, wenn sie mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sind [1, 2]. Für Links aus Kommentaren und Foren gibt es rel="ugc" [2]. Ob gekaufte Links erlaubt sind, beantwortet die Frage Sind gekaufte Links erlaubt.
Zusammenarbeit an sich ist unproblematisch. Ein Partner, der dich auf seiner Website erwähnt, weil ihr gemeinsam Projekte macht, oder ein Verband, der seine Mitglieder auflistet, sind normale Links. Kritisch wird es, wenn der Link die Gegenleistung ist und die Zusammenarbeit nur dafür besteht.
Inhalte, auf die andere verweisen wollen
Der verlässlichste Weg sind Inhalte, die andere zitieren müssen, wenn sie über dein Thema schreiben. Dazu gehören eigene Auswertungen und Umfragen, Preisübersichten mit Stand, gründliche Ratgeber, Checklisten, Rechner oder gut gemachte Grafiken. Nach unserer Erfahrung bekommen Seiten mit eigenen Zahlen und klarer Quellenangabe über die Jahre die meisten Links, weil Journalisten und Blogger einen Beleg brauchen. Wie solche Inhalte entstehen, beschreibt der Ratgeber Linkbare Inhalte erstellen.

Ein guter Inhalt allein reicht oft nicht, weil ihn niemand findet. Erzähl Menschen davon, die er interessieren könnte: Fachredaktionen, Verbänden, Bloggern aus deiner Branche. Eine kurze persönliche Nachricht mit dem Hinweis, was für ihre Leser neu ist, wirkt besser als eine Sammelmail. Mehr dazu steht im Ratgeber Digital PR für Backlinks.
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Beziehungen, die du schon hast
Viele gute Links liegen näher, als man denkt. Lieferanten und Hersteller führen oft Händler- oder Partnerlisten. Kammern, Innungen und Verbände haben Mitgliederverzeichnisse. Vereine, die du sponserst, nennen ihre Unterstützer. Hier ist die Kennzeichnung wichtig, denn ein Link als Gegenleistung für Geld sollte rel="sponsored" tragen [2]. Lokale Zeitungen berichten über Jubiläen, neue Standorte oder Aktionen. Für Betriebe vor Ort beschreibt der Ratgeber Lokale Backlinks aufbauen weitere Quellen.

Natürlich wachsende Linkprofile sind gemischt. Sie enthalten Links mit dem Firmennamen, mit der Adresse oder mit Wörtern wie "hier", nur wenige mit dem genauen Keyword als Ankertext. Viele gleichlautende Keyword-Links in kurzer Zeit sind ein typisches Merkmal gekaufter Pakete. Was ein guter Link ist, beantwortet Was ist ein guter Backlink, wie viele du brauchst Wie viele Backlinks braucht eine Website. Wenn du die Arbeit abgeben willst, gibt es die Leistung Offpage-Optimierung.
Ein weiterer Weg führt über defekte Links auf fremden Websites. Verweist ein Ratgeber oder eine Linkliste auf eine Seite, die es nicht mehr gibt, und du hast einen passenden Inhalt, kannst du den Betreiber freundlich darauf hinweisen. Viele ersetzen den toten Link gern, weil er ihren Lesern nichts mehr nützt. Behalte außerdem im Blick, welche Links neu dazukommen. Tauchen plötzlich viele fremde Seiten mit demselben Ankertext auf, die du nicht kennst, lohnt ein genauer Blick auf die Herkunft. Rechne insgesamt mit Geduld: Natürliche Links entstehen über Monate und Jahre, je bekannter deine Inhalte werden.
Du willst wissen, welche Linkquellen für dein Unternehmen realistisch sind? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde. Alexander Müller geht deine Kontakte und Inhalte mit dir durch.
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Ausgehende Links für Google qualifizieren. Google Search Central. Stand 08.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist ein natürlicher Backlink?
Ein Link, den eine andere Website freiwillig setzt, weil sie ihren Lesern etwas bei dir zeigen will. Es gibt keine Bezahlung und keinen verabredeten Tausch.
Darf ich Backlinks kaufen?
Für das Ranking nicht. Google wertet gekaufte Links ohne Kennzeichnung als Link-Spam. Bezahlte Links sind erlaubt, wenn sie rel="sponsored" oder rel="nofollow" tragen.
Ist Linktausch erlaubt?
Gelegentliche gegenseitige Links unter echten Partnern sind normal. Übermäßiger Linktausch, nur um Links zu bekommen, zählt laut Google zum Link-Spam.
Sind Gastbeiträge noch sinnvoll?
Einzelne gute Beiträge auf passenden Websites können Leser bringen. Bezahlte Gastbeiträge und Artikel mit optimierten Ankertexten und rankingrelevanten Links zählen laut Google zum Link-Spam, wenn die Links nicht gekennzeichnet sind.
Welche Inhalte bekommen die meisten Links?
Nach unserer Erfahrung eigene Zahlen, Auswertungen, gründliche Ratgeber und nützliche Werkzeuge. Andere verlinken sie, weil sie einen Beleg oder eine Hilfe für ihre Leser brauchen.
Wie mache ich auf meine Inhalte aufmerksam?
Schreib gezielt Menschen an, für deren Leser der Inhalt neu ist, etwa Fachredaktionen, Verbände oder Blogger. Kurze persönliche Nachrichten wirken besser als Sammelmails.
Zählen Branchenverzeichnisse als natürliche Links?
Seriöse Branchenverzeichnisse und Mitgliederlisten von Verbänden sind normale Einträge. Minderwertige Verzeichnisse und Lesezeichendienste nennt Google dagegen als Beispiel für Link-Spam.
Brauchen Sponsoring-Links eine Kennzeichnung?
Ja. Ist der Link eine Gegenleistung für Geld oder Leistungen, sollte er rel="sponsored" tragen.
Welchen Ankertext sollen Backlinks haben?
Natürliche Linkprofile sind gemischt: Firmenname, Adresse, allgemeine Wörter und nur gelegentlich das Keyword. Viele gleiche Keyword-Ankertexte wirken künstlich.
Wie lange dauert natürlicher Linkaufbau?
Er braucht Monate bis Jahre, weil Links mit der Bekanntheit der Inhalte wachsen. Eine feste Dauer gibt es nicht.
Was tue ich mit schlechten Links, die ich nicht gesetzt habe?
Solange keine manuelle Maßnahme vorliegt, meist nichts. Bei einer manuellen Maßnahme wegen unnatürlicher Links lässt du sie entfernen oder nutzt eine Disavow-Datei.
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