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Häufige Fragen

Darf ich Bewertungen kaufen?

Nein. Das deutsche Wettbewerbsrecht zählt das Beauftragen gefälschter Verbraucherbewertungen ausdrücklich zu den stets unzulässigen geschäftlichen Handlungen, und Google entfernt bezahlte oder mit Anreizen erkaufte Rezensionen. Erlaubt ist, echte Kunden ohne Gegenleistung um eine ehrliche Bewertung zu bitten.

Friseurin reicht einer lächelnden Kundin am Tresen eines hellen Salons eine leere Karte
Bild: KI-generiert

Nein. Gekaufte Bewertungen sind in Deutschland wettbewerbswidrig und verstoßen gegen die Richtlinien von Google. Das gilt für Sternebewertungen im Google-Unternehmensprofil genauso wie für Bewertungen in Shops, auf Bewertungsportalen oder in sozialen Netzwerken. Die Angebote dafür sind trotzdem leicht zu finden, oft mit Versprechen wie "echte Profile" oder "nicht nachweisbar". Wer darauf eingeht, riskiert Ärger von zwei Seiten. Die folgende Einordnung ist allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung.

Was das Wettbewerbsrecht sagt

Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) hat einen Anhang mit geschäftlichen Handlungen, die gegenüber Verbrauchern stets unzulässig sind. Dort steht unter Nummer 23c die Übermittlung oder Beauftragung gefälschter Bewertungen oder Empfehlungen von Verbrauchern zur Verkaufsförderung [1]. Wer also eine Agentur oder einen Dienst bezahlt, damit dort Bewertungen erscheinen, die nicht auf einer echten Erfahrung beruhen, fällt genau unter diese Regel. Unter dieselbe Nummer fällt die falsche Darstellung von Verbraucherbewertungen in sozialen Medien [1].

Nummer 23b betrifft Unternehmen, die mit der Echtheit ihrer Bewertungen werben. Wer behauptet, die Bewertungen stammten von Kunden, die das Produkt gekauft oder die Leistung genutzt haben, muss angemessene Maßnahmen getroffen haben, um das zu prüfen [1]. Ein Shop, der "nur echte Kundenbewertungen" verspricht, braucht also ein Verfahren dahinter, etwa eine Bewertungsfunktion, die nur Käufern nach einer Bestellung offensteht. Wer keine solche Prüfung hat, sollte mit der Echtheit seiner Bewertungen besser gar nicht werben.

Was Google dazu sagt

Die Richtlinien für Inhalte in Google Maps verbieten gefälschte Interaktionen. Ausdrücklich genannt sind Rezensionen, für die direkt oder mit Sachleistungen bezahlt wurde, Inhalte, die nicht auf echten Erfahrungen beruhen, und Inhalte, die über mehrere Konten veröffentlicht wurden [2]. Solche Inhalte entfernt Google. Auffällige Mengen oder Muster von Rezensionen nennt Google ebenfalls als Grund zum Entfernen [2]. Eine plötzliche Welle von Fünf-Sterne-Bewertungen fällt deshalb eher auf, als viele glauben.

Ungewöhnlich hoher Stapel gleicher leerer Briefumschläge auf einem Bürotisch im Seitenlicht
Bild: KI-generiert

Verboten sind auch indirekte Formen. Du darfst keine Zahlungen, Rabatte oder kostenlosen Leistungen für eine Bewertung anbieten, und auch nicht dafür, dass jemand eine negative Bewertung löscht [2]. Ebenso unzulässig ist es laut Google, gezielt nur zufriedene Kunden um eine Bewertung zu bitten, negative Bewertungen zu verhindern oder Kunden vor Ort unter Druck zu setzen [2]. Bewertungen von Mitarbeitern oder früheren Mitarbeitern können als Interessenkonflikt gelten [2].

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Was erlaubt ist

Google erlaubt ausdrücklich, Kunden um Bewertungen zu bitten, die ihre tatsächliche Erfahrung wiedergeben, solange es keinen Anreiz dafür gibt [2]. Das ist auch der wirksamste Weg. In unseren Projekten hat sich bewährt, die Bitte fest in den Ablauf einzubauen: nach dem abgeschlossenen Auftrag eine kurze Nachricht mit dem direkten Link zum Bewertungsformular, auf der Rechnung ein Hinweis, im Laden eine Karte mit Link. Gefragt werden alle Kunden, nicht nur die zufriedenen. Wie das im Detail geht, beschreibt local im Ratgeber Bewertungen sammeln und beantworten.

Handwerker verabschiedet sich nach dem Auftrag mit Handschlag von einer Hausbesitzerin an der Tür
Bild: KI-generiert

Wichtig ist auch, auf Bewertungen zu antworten, gerade auf kritische. Eine sachliche Antwort zeigt späteren Lesern, wie du mit Problemen umgehst. Bedanke dich bei positiven Bewertungen kurz und persönlich, und biete bei negativen an, die Sache direkt zu klären. Wie viele Bewertungen ein Betrieb ungefähr braucht, beantwortet die Frage Wie viele Bewertungen braucht ein Unternehmen. Wenn dir umgekehrt jemand eine falsche Bewertung hinterlassen hat, hilft Wie lösche ich eine falsche Google-Bewertung. Den rechtlichen Hintergrund vertieft der Ratgeber Bewertungen und UWG. Weitere Fragen zu Karten und Profil sammelt die Kategorie Local SEO.

Du willst mehr echte Bewertungen, ohne gegen Regeln zu verstoßen? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde. Alexander Müller bespricht mit dir, wie du die Bitte um eine Bewertung in deinen Ablauf einbaust.

  1. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Anhang zu § 3 Absatz 3, Nr. 23b und 23c. Bundesministerium der Justiz. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte (Richtlinien für von Maps-Nutzern veröffentlichte Inhalte). Google, Maps-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Ist es verboten, Google-Bewertungen zu kaufen?

Ja. Das UWG zählt das Beauftragen gefälschter Verbraucherbewertungen zu den stets unzulässigen Handlungen, und Google verbietet bezahlte Rezensionen in seinen Richtlinien und entfernt sie.

Darf ich Kunden einen Rabatt für eine Bewertung geben?

Nein. Google verbietet Anreize wie Zahlungen, Rabatte oder kostenlose Leistungen für eine Rezension. Solche Bewertungen werden entfernt.

Darf ich Kunden um eine Bewertung bitten?

Ja, solange es keine Gegenleistung gibt und du alle Kunden fragst, nicht nur die zufriedenen. Google erlaubt Bitten um Bewertungen, die die tatsächliche Erfahrung wiedergeben.

Dürfen meine Mitarbeiter mein Unternehmen bewerten?

Google nennt aktuelle oder frühere Beschäftigung als möglichen Interessenkonflikt. Bewertungen von Mitarbeitern solltest du deshalb nicht einholen.

Erkennt Google gekaufte Bewertungen?

Google nennt ungewöhnliche Mengen oder Muster von Rezensionen ausdrücklich als Grund zum Entfernen. Viele Bewertungen in kurzer Zeit fallen eher auf.

Was ist mit Bewertungen von Freunden und Familie?

Wenn sie keine echte Kundenerfahrung wiedergeben, sind es gefälschte Inhalte im Sinne der Google-Richtlinien. Ehrlicher und sicherer ist es, echte Kunden zu fragen.

Darf ich nur zufriedene Kunden um Bewertungen bitten?

Nein. Google verbietet es, gezielt nur um positive Rezensionen zu bitten oder negative zu verhindern.

Darf ich jemandem etwas anbieten, damit er eine negative Bewertung löscht?

Nein. Auch ein Anreiz für das Entfernen einer negativen Rezension ist laut Google unzulässig. Besser ist eine sachliche Antwort und, wenn möglich, eine Lösung des Problems.

Was muss ein Shop beachten, der mit echten Bewertungen wirbt?

Wer behauptet, Bewertungen stammten von echten Käufern, muss nach dem UWG angemessene Maßnahmen ergriffen haben, um das zu prüfen.

Gilt das auch für Bewertungsportale außerhalb von Google?

Das UWG gilt unabhängig von der Plattform. Jedes Portal hat zusätzlich eigene Regeln, die du dort nachlesen kannst.

Wie bekomme ich schneller echte Bewertungen?

Indem du die Bitte fest in deinen Ablauf einbaust, etwa mit einem direkten Link nach Auftragsende, auf der Rechnung oder auf einer Karte im Laden.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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