Der Weiterleitungsfehler ist einer der Gründe im Bericht Seitenindexierung der Search Console, aus denen Google eine Seite nicht indexiert [1]. Google wollte die Adresse abrufen, wurde weitergeleitet und kam am Ende nicht bei einer Seite an, die sich verarbeiten lässt. Für diese Adresse gibt es dann keinen Eintrag im Index. Liegt das Problem bei einer wichtigen Seite, fehlt sie in der Suche, bis die Weiterleitung repariert ist.
Die vier Ursachen laut Google
Google nennt für diesen Grund vier Auslöser: eine zu lange Weiterleitungskette, eine Weiterleitungsschleife, eine Weiterleitungs-URL, die die maximale URL-Länge überschreitet, und eine ungültige oder leere URL in der Kette [1]. Nach unserer Erfahrung sind die ersten beiden am häufigsten.

Eine Kette entsteht, wenn eine Adresse auf eine zweite weiterleitet, die wieder weiterleitet. Laut Google folgen seine Crawler standardmäßig bis zu zehn solchen Schritten, der Googlebot beim Crawlen allgemeiner Webinhalte in der Regel ebenfalls [2]. Eine Schleife ist eine Kette ohne Ende: Adresse A leitet auf B, B leitet zurück auf A. Der Browser zeigt dann meist eine Fehlermeldung, Google bricht ab. Was eine Kette genau ist und ab wann sie stört, erklären die Fragen Was ist eine Weiterleitungskette und Wie viele Weiterleitungen sind zu viele.
Wie solche Fehler entstehen
Nach unserer Erfahrung stecken meist mehrere Regeln dahinter, die nichts voneinander wissen. Ein typisches Bild: Der Server leitet von http auf https um, eine zweite Regel ergänzt das www, das CMS hängt einen Schrägstrich an, und eine Erweiterung für Weiterleitungen schickt die alte Adresse nach einem Relaunch noch einmal woanders hin. Jede Regel für sich ist richtig, zusammen ergeben sie eine lange Kette. Widersprechen sich zwei Regeln, etwa eine mit und eine ohne www, entsteht eine Schleife.
Ein Beispiel: Ein Fahrradladen zieht seinen Shop auf eine neue Domain um. Die alten Produktadressen leiten auf die neue Domain, dort leitet das Shopsystem sie auf die neue Kategoriestruktur weiter, und ein Teil davon landet wieder auf einer Adresse der alten Domain, weil die Regel für die Startseite nie angepasst wurde. Google meldet für diese Adressen einen Weiterleitungsfehler.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
So findest und behebst du den Fehler
Öffne im Bericht Seitenindexierung den Grund "Weiterleitungsfehler" und sieh dir die Beispieladressen an [1]. Den Weg einer Adresse verfolgst du mit einem Debugging-Werkzeug. Google nennt dafür Lighthouse in den Entwicklertools des Browsers [1]. Notiere jeden Schritt mit Statuscode und Ziel, bis du siehst, wo die Kette zu lang wird, sich im Kreis dreht oder auf eine leere oder fehlerhafte Adresse zeigt.

Die Lösung ist fast immer dieselbe: Jede alte Adresse leitet in einem Schritt direkt auf die endgültige Zieladresse. Zwischenstationen fallen weg, widersprüchliche Regeln löschst du oder fasst sie an einer Stelle zusammen, am besten auf dem Server. Google empfiehlt serverseitige Weiterleitungen, weil sie am ehesten richtig verstanden werden. Für dauerhafte Umzüge nimmt man 301 oder 308, für vorübergehende 302, 303 oder 307 [3]. JavaScript-Weiterleitungen nennt Google nur als Ausweg, wenn nichts anderes geht, weil das Rendern scheitern kann [3]. Wie du eine Weiterleitung sauber einrichtest, steht unter Wie richte ich eine Weiterleitung ein, den Unterschied der Codes erklärt das Glossar unter 301-Weiterleitung.
Prüfe außerdem die internen Links. Verweisen Menü, Texte und Sitemap direkt auf die Zieladressen, muss Google gar nicht erst durch die Weiterleitung. Das spart Crawling und macht künftige Ketten unwahrscheinlicher.
Nach der Reparatur
Sind alle betroffenen Adressen repariert, klickst du im Bericht auf "Fehlerbehebung überprüfen". Die Überprüfung dauert laut Google in der Regel etwa zwei Wochen, manchmal deutlich länger. Nötig ist sie nicht, Google erkennt behobene Fehler auch beim normalen Crawling [1]. Einzelne wichtige Seiten kannst du vorher im URL-Prüftool mit "Live-URL testen" kontrollieren. Beachte, dass die indexierte Version im URL-Prüftool für die eingegebene Adresse gilt und nicht für das Weiterleitungsziel. Du prüfst die Zieladresse also mit einer eigenen Eingabe.
Verwechsle den Fehler nicht mit dem Grund "Seite mit Weiterleitung". Der beschreibt eine funktionierende Weiterleitung und ist meist in Ordnung, siehe Seite mit Weiterleitung [1]. Steckt der Fehler in einem Umzug mit vielen Adressen, übernimmt SEO NW die Prüfung auch als Leistung: Website-Migration.
Schreib die Kette einer betroffenen Adresse Schritt für Schritt auf und bring die Liste in die gratis Sprechstunde. Dort suchen wir gemeinsam nach der Regel, die den Kreis schließt.
- Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Google, Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Wie sich HTTP-Statuscodes sowie Netzwerk- und DNS-Fehler auf die Google Suche auswirken. Google Search Central. Stand 06.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Weiterleitungen und die Google Suche. Google Search Central. Stand 20.04.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist ein Weiterleitungsfehler in der Search Console?
Google konnte einer Weiterleitung nicht bis zu einer verarbeitbaren Seite folgen. Die Adresse wird deshalb nicht indexiert. Den Grund findest du im Bericht Seitenindexierung.
Welche Ursachen nennt Google?
Eine zu lange Kette, eine Schleife, eine Ziel-URL über der maximalen Länge und eine ungültige oder leere URL in der Kette.
Wie vielen Weiterleitungen folgt der Googlebot?
Laut Google folgen die Crawler standardmäßig bis zu zehn Weiterleitungsschritten, der Googlebot für allgemeine Webinhalte in der Regel ebenfalls.
Sind kurze Ketten unproblematisch?
Google folgt ihnen, sie kosten aber bei jedem Abruf einen Schritt mehr. Nach unserer Erfahrung lohnt es sich, jede alte Adresse direkt auf das endgültige Ziel zu leiten.
Wie erkenne ich eine Schleife?
Der Browser bricht meist mit einer Fehlermeldung ab. Mit einem Debugging-Werkzeug siehst du, dass zwei oder mehr Adressen immer wieder aufeinander verweisen.
Welches Werkzeug empfiehlt Google zur Fehlersuche?
Ein Web-Debugging-Werkzeug wie Lighthouse, das in den Entwicklertools des Browsers steckt.
Welche Weiterleitung soll ich verwenden?
Google empfiehlt serverseitige Weiterleitungen. Für dauerhafte Umzüge 301 oder 308, für vorübergehende 302, 303 oder 307.
Wie lange dauert die Überprüfung nach der Reparatur?
Laut Google in der Regel etwa zwei Wochen, manchmal deutlich länger. Google erkennt reparierte Fehler auch ohne Überprüfung beim normalen Crawling.
Ist "Seite mit Weiterleitung" auch ein Fehler?
Nein. Der Grund beschreibt eine Adresse, die korrekt auf eine andere Seite weiterleitet. Das ist bei alten Adressen nach einem Umzug normal.
Warum zeigt das URL-Prüftool das Ziel nicht an?
Die indexierte Version gilt für die eingegebene Adresse, nicht für das Ziel. Der Live-Test zeigt eine Weiterleitung nicht an. Das Ziel prüfst du separat.
Können Erweiterungen im CMS Weiterleitungsfehler verursachen?
Ja, nach unserer Erfahrung vor allem dann, wenn Server und Erweiterung gleichzeitig Regeln setzen. Am besten liegen alle Regeln an einer Stelle.
Muss ich interne Links anpassen?
Es hilft. Verweisen Menü, Texte und Sitemap direkt auf die Zieladressen, muss Google den Umweg über die Weiterleitung gar nicht erst nehmen.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
