Die Meldung "Seite mit Weiterleitung" steht im Bericht zur Seitenindexierung bei den nicht indexierten Seiten. Google beschreibt sie als nicht kanonische URL, die auf eine andere Seite weiterleitet. Die weiterleitende URL wird nicht indexiert, ob das Ziel indexiert wird, entscheidet Google gesondert [1]. Wer gerade eine Website umgezogen oder auf https umgestellt hat, sieht hier oft hunderte Einträge. Das ist in den meisten Fällen genau das, was passieren soll.
Warum der Status meist gewollt ist
Typische Beispiele sind die Variante mit http, die auf https weiterleitet, die Adresse ohne "www", die auf die Adresse mit "www" zeigt, oder die alten Produktadressen nach einem Relaunch, die per 301 auf die neuen umgeleitet werden. In allen Fällen soll das Ziel im Index stehen, und die alte Adresse führt nur dorthin. Bei dauerhaften Weiterleitungen versteht Google das Ziel als kanonische URL [2].

Google unterscheidet dabei zwischen dauerhaften und temporären Weiterleitungen. Dauerhaft sind serverseitige 301 und 308, ein meta refresh ohne Verzögerung und eine Weiterleitung per JavaScript. Temporär sind 302, 303 und 307 sowie ein meta refresh mit Verzögerung [2]. Bei temporären Weiterleitungen bleibt eher die Quell-URL in den Suchergebnissen sichtbar [2]. 301 und 308 wertet Google als starkes Signal, 302 und 307 als schwaches [3]. Serverseitige Weiterleitungen haben die besten Chancen, richtig verstanden zu werden [2].
Wann du eingreifen solltest
Problematisch wird der Status in drei Situationen. Erstens, wenn weiterleitende URLs in deiner XML-Sitemap stehen. Die Sitemap sollte nur die Zieladressen enthalten, die in den Index sollen. Zweitens, wenn deine eigene Navigation oder deine Artikel noch auf alte Adressen verlinken. Jeder dieser Links kostet einen zusätzlichen Abruf. Besser verlinkst du direkt auf das Ziel. Drittens, wenn eine Seite weiterleitet, die eigentlich selbst in den Index gehört, etwa weil eine Regel zu breit gefasst ist.
Ein Beispiel: Ein Hotel hat seine Zimmerseiten von /zimmer/doppelzimmer.html auf /zimmer/doppelzimmer/ umgestellt und alle alten Adressen per 301 weitergeleitet. Im Bericht stehen nun die alten Adressen unter "Seite mit Weiterleitung". Das passt. Stehen dieselben alten Adressen aber noch in der Sitemap und im Hauptmenü, sollten sie dort durch die neuen ersetzt werden.
Lange Ketten aus mehreren Weiterleitungen solltest du vermeiden [4]. Googlebot folgt beim Crawlen in der Regel bis zu zehn Weiterleitungen hintereinander [3]. Wird es mehr, oder entsteht eine Schleife, meldet die Search Console einen Weiterleitungsfehler [1]. Den Fall beschreibt die Seite Weiterleitungsfehler, Ketten erklärt die Frage Was ist eine Weiterleitungskette.
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Das Ziel prüfen
Öffne einige Beispiel-URLs im URL-Prüftool und sieh nach, wohin sie führen. Passt das Ziel inhaltlich, ist alles in Ordnung. Führt eine ganze Gruppe alter Seiten auf die Startseite, ist das nach unserer Erfahrung oft ein Zeichen für eine Sammelregel, die Besucher und Google gleichermaßen ins Leere schickt. Dann lohnt sich eine genauere Zuordnung von alter und neuer Adresse. Ob 301 oder 302 der richtige Code ist, erklärt die Frage Was ist der Unterschied zwischen 301 und 302, den Begriff das Glossar unter 301-Weiterleitung.

Bei einem großen Umzug mit vielen Weiterleitungen hilft ein zweiter Blick, bevor sich Fehler festsetzen. In der gratis Sprechstunde gehen wir mit dir ein paar Beispiel-URLs durch und prüfen, ob Ziele, Sitemap und interne Links zusammenpassen.
- Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Google, Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Weiterleitungen und die Google Suche. Google Search Central. Stand 20.04.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Auswirkungen von HTTP-Statuscodes, Netzwerk- und DNS-Fehlern auf die Google Suche. Google Search Central. Stand 06.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Crawling-Budget für große Websites verwalten. Google Search Central. Stand 16.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ist "Seite mit Weiterleitung" ein Fehler?
Meist nicht. Die URL leitet weiter und wird deshalb selbst nicht indexiert. Bei alten Adressen nach einem Umzug ist das gewollt.
Wird das Ziel der Weiterleitung indexiert?
Das entscheidet Google gesondert. Bei dauerhaften Weiterleitungen gilt das Ziel als kanonische URL.
Welche Weiterleitungen sind dauerhaft?
Serverseitig 301 und 308, dazu ein meta refresh ohne Verzögerung und JavaScript-Weiterleitungen. Temporär sind 302, 303, 307 und ein verzögerter meta refresh.
Soll ich weiterleitende URLs aus der Sitemap nehmen?
Ja. In die Sitemap gehören die Zieladressen, die indexiert werden sollen.
Muss ich interne Links auf alte Adressen ändern?
Es ist sinnvoll. Ein direkter Link auf das Ziel spart einen Abruf und vermeidet Ketten.
Wie viele Weiterleitungen folgt Googlebot?
In der Regel bis zu zehn hintereinander. Danach oder bei einer Schleife meldet die Search Console einen Weiterleitungsfehler.
Kann ich die Meldung zum Verschwinden bringen?
Nicht nötig. Solange die alte URL weiterleitet und Google sie kennt, bleibt sie in dieser Liste. Die Meldung beschreibt dann nur den gewollten Zustand.
Ist eine JavaScript-Weiterleitung genauso gut wie 301?
Google empfiehlt sie nur, wenn serverseitige Weiterleitungen oder meta refresh nicht möglich sind, weil Google den Inhalt eventuell nicht rendern kann.
Warum taucht meine https-Adresse in der Liste auf?
Dann leitet sie selbst weiter, etwa auf eine Variante mit oder ohne "www" oder mit Schrägstrich am Ende. Prüfe im URL-Prüftool, wohin.
Ist es schlimm, alte Seiten auf die Startseite zu leiten?
Für einzelne Seiten ohne Ersatz ist ein 404 meist ehrlicher. Eine Sammelweiterleitung auf die Startseite hilft Besuchern selten weiter.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
