Einen Relaunch ohne Rankingverlust machst du, indem du vor dem Start jede alte Adresse erfasst, ihr eine neue Seite mit demselben Inhalt zuordnest und alles vor dem Livegang testest. Ganz ohne Bewegung in den Suchergebnissen geht es selten. Google nennt Schwankungen während des Neucrawlens normal, bei mittelgroßen Websites für "einige Wochen oder länger" [1]. Ziel ist, dass die Rankings danach mindestens wieder dort stehen, wo sie vorher waren.
Vor dem Relaunch: Bestand sichern
Am Anfang steht eine vollständige Liste der heutigen Adressen. Google rät, die wichtigen URLs aus Sitemaps, Server-Logs und den Link-Berichten der Search Console zusammenzutragen [1]. Ergänze sie durch einen Crawl der alten Website. Notiere zu jeder Seite, wie viele Klicks sie in den letzten Monaten bekommen hat und ob andere Websites auf sie verlinken. Diese Seiten haben beim Umzug Vorrang.
Halte alles in einer Tabelle fest: alte Adresse, neue Adresse, erwarteter Statuscode. Diese Tabelle ist später die Grundlage für die Weiterleitungen und für jede Kontrolle nach dem Start. Lege außerdem einen Export der Klicks je Seite aus der Search Console ab. Nach dem Relaunch kannst du so Seite für Seite vergleichen, welche Adresse Klicks verloren hat.
Sichere außerdem die Inhalte, die heute ranken: Title, Überschriften, Texte, strukturierte Daten. Viele Verluste nach einem Relaunch entstehen, weil ein neues Design weniger Text zeigt oder ein gut rankender Absatz beim Umbau wegfällt. Am wenigsten Risiko hast du, wenn Adressen und Inhalte gleich bleiben und nur das Design wechselt. Bleibt eine Adresse unverändert, braucht sie keine Weiterleitung.
Weiterleitungen richtig planen
Jede alte Adresse, die sich ändert, bekommt eine serverseitige 301- oder 308-Weiterleitung auf die neue Seite mit demselben oder dem nächstverwandten Inhalt [1]. Die Weiterleitung zeigt ohne Zwischenstationen direkt auf das Ziel. Alles pauschal auf die Startseite umzuleiten, hilft weder Besuchern noch Google. Die Weiterleitungen bleiben mindestens ein Jahr bestehen, besser dauerhaft [1]. Was dabei technisch zu beachten ist, erklärt Brauche ich 301-Weiterleitungen beim Relaunch.

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Testen vor dem Livegang
Baue die neue Website auf einer Testumgebung auf, die für Suchmaschinen gesperrt ist, und prüfe sie dort gründlich. Google empfiehlt, für den Start eine eigene robots.txt bereitzuhalten, wenn die Entwicklungsfassung gesperrt war [1]. Genau hier passieren die häufigsten Fehler: Das noindex oder die Sperre aus der Testphase geht mit online. Teste die Weiterleitungsliste mit einem Crawler, bevor der Schalter umgelegt wird, und prüfe Ladezeit, mobile Darstellung und interne Links.

Lege den Start in eine Zeit mit wenig Traffic [1]. Google crawlt die umgezogene Website danach vorübergehend stärker, der Server muss diese Last tragen [1]. Antwortet er langsam oder mit Fehlern, senkt Google die Crawlrate [2].
Nach dem Start kontrollieren
Reiche die neue Sitemap in der Search Console ein und beobachte den Bericht zur Seitenindexierung, die Suchanfragen und die Server-Logs [1]. Stelle interne Links so früh wie möglich auf die neuen Adressen um, damit Menü und Texte nicht über Weiterleitungen laufen [1]. Rufe stichprobenartig alte Adressen auf und prüfe, ob sie mit Statuscode 301 auf das richtige Ziel führen.
Ändere in den ersten Wochen nicht noch mehr. Jede weitere Umstellung macht es schwerer zu erkennen, ob ein Problem vom Umzug kommt oder von der neuen Änderung. Wie lange die Übergangszeit normalerweise dauert, steht unter Wie lange schwanken die Rankings nach einem Relaunch. Den Begriff erklärt das Glossar unter Relaunch, weitere Fragen sammelt die Kategorie Relaunch und Migration.
Eine Vorlage zum Abhaken bietet die Relaunch-Checkliste, einen Überblick die Meldung Website-Relaunch ohne Rankingverlust. Planst du gerade einen Relaunch, bring deine Adressliste oder die Frage, wo du anfangen sollst, in die gratis Sprechstunde mit. Soll SEO NW den ganzen Umzug begleiten, findest du die Leistung unter Website-Migration.
- Organisation Website mit URL-Änderungen verschieben. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Crawling-Budget für große Websites verwalten. Google Search Central. Stand 16.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Kann man einen Relaunch ganz ohne Rankingverlust schaffen?
Ein dauerhafter Verlust lässt sich mit sauberer Planung meist vermeiden. Kurze Schwankungen in den ersten Wochen sind dagegen normal, weil Google die Website neu crawlt und die Weiterleitungen verarbeitet.
Was ist der häufigste Fehler beim Relaunch?
Fehlende oder falsche Weiterleitungen und eine Sperre aus der Testphase, die mit online geht, etwa ein noindex oder eine robots.txt, die alles blockiert.
Soll ich beim Relaunch auch die Domain wechseln?
Nur wenn es einen guten Grund gibt. Jede zusätzliche Änderung verlängert die Übergangszeit. Wer Domain, CMS und Struktur gleichzeitig ändert, kann Probleme später schwer einer Ursache zuordnen.
Wie finde ich alle alten Adressen?
Aus der alten XML-Sitemap, einem Crawl, dem Leistungsbericht der Search Console, den Link-Berichten und den Server-Logs. Je mehr Quellen, desto weniger Adressen gehen verloren.
Muss ich Texte beim Relaunch neu schreiben?
Nicht zwingend. Texte, die heute gut ranken, solltest du nur behutsam ändern. Neue Texte kannst du nach dem Umzug in Ruhe einspielen, wenn die Übergangszeit vorbei ist.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Livegang?
Google empfiehlt eine Zeit mit wenig Traffic. Für die meisten Websites ist das ein Wochentag außerhalb der Saison, an dem das Team danach noch Zeit für Korrekturen hat.
Brauche ich eine Testumgebung?
Ja. Auf einer gesperrten Testumgebung kannst du Weiterleitungen, Ladezeit und Darstellung prüfen, ohne dass Google eine halbfertige Website sieht.
Was mache ich mit Seiten, die es nicht mehr geben soll?
Hat eine Seite einen inhaltlich passenden Nachfolger, leitest du dorthin weiter. Ohne passendes Ziel liefert sie einen 404- oder 410-Status.
Wie lange müssen die Weiterleitungen aktiv bleiben?
Google empfiehlt mindestens ein Jahr, besser dauerhaft. Alte Links auf anderen Websites und in Lesezeichen werden noch lange genutzt.
Woran sehe ich, dass der Relaunch geklappt hat?
Die Klicks in der Search Console erreichen nach der Übergangszeit wieder das alte Niveau, die alten Adressen verschwinden aus dem Index, und in den Server-Logs tauchen kaum noch 404-Fehler auf.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
