Strukturierte Daten sind ein standardisiertes Format, mit dem du Informationen über eine Seite angibst und ihren Inhalt einordnest [1]. Ein Mensch erkennt auf einer Rezeptseite sofort Zutaten, Garzeit und Kalorien. Eine Suchmaschine muss das aus dem Fließtext erschließen. Mit strukturierten Daten bekommt Google diese Angaben ausdrücklich, in Feldern mit festen Namen [1]. Die Auszeichnung steht im Quelltext der Seite, die sie beschreibt, und ist für Besucher unsichtbar.
Wie strukturierte Daten aussehen
Google akzeptiert drei Formate: JSON-LD, Mikrodaten und RDFa [1]. JSON-LD ist ein eigener Skriptblock im Quelltext, getrennt vom sichtbaren HTML. Mikrodaten und RDFa hängen Attribute direkt an die HTML-Elemente. Google empfiehlt JSON-LD, weil es sich leichter umsetzen und pflegen lässt und weniger Fehler entstehen [1]. In unseren Projekten setzen wir fast nur JSON-LD ein. Es lässt sich in einer Vorlage erzeugen, ohne dass jemand das Seitenlayout anfassen muss.

Das Vokabular kommt meistens von schema.org. Dort sind Typen wie Organization, LocalBusiness, Product, Article oder Event mit ihren Eigenschaften festgelegt. Was Google davon in der Suche nutzt, steht allerdings in der Dokumentation von Google Search Central, und die ist enger gefasst als schema.org [1]. Ein Typ, der bei schema.org existiert, führt also nicht automatisch zu einer Darstellung bei Google. Den Begriff erklärt auch das Glossar unter strukturierte Daten.
Was strukturierte Daten bewirken
Der sichtbarste Effekt sind Rich-Suchergebnisse. Das sind Treffer mit Zusatzangaben wie Sternebewertungen, Preisen, Veranstaltungsterminen oder einer Brotkrumenleiste. Google nennt in seiner Einführung Beispiele von Unternehmen, die nach der Umstellung mehr Klicks gemessen haben: Rotten Tomatoes 25 Prozent höhere Klickrate auf 100.000 Seiten mit strukturierten Daten, Nestlé 82 Prozent höhere Klickrate bei Seiten mit Rich-Suchergebnissen [1]. Das sind Fallbeispiele großer Websites. Für eine kleine Firmenwebsite folgt daraus kein bestimmter Wert.
Eine Garantie gibt es nicht. Google schreibt ausdrücklich, dass gültiges Markup nicht sicherstellt, dass ein Rich-Suchergebnis erscheint [1, 2]. Alle Pflichtfelder müssen ausgefüllt sein, und zusätzliche empfohlene Felder erhöhen die Chance [1]. Außerdem streicht Google immer wieder Darstellungen. Seit dem 07.05.2026 zeigt die Google Suche zum Beispiel keine FAQ-Rich-Suchergebnisse mehr [3]. Daten, die eine Seite eindeutig beschreiben, bleiben trotzdem nützlich, weil Google damit Firmenname, Logo oder Adresse sicherer zuordnen kann.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Regeln, die du kennen solltest
Das Markup muss zum sichtbaren Inhalt passen. Du darfst keine Angaben auszeichnen, die Besucher auf der Seite nicht sehen, auch wenn sie stimmen [1, 2]. Gefälschte Bewertungen oder irreführende Angaben verstoßen gegen die Richtlinien. Google kann dafür eine manuelle Maßnahme verhängen. Die Seite verliert dann die Berechtigung für Rich-Suchergebnisse, ihr Ranking bleibt laut Google davon unberührt [2]. Seiten mit Markup dürfen außerdem nicht per robots.txt oder noindex für den Googlebot gesperrt sein [2].

Zum Testen gibt es den Test für Rich-Suchergebnisse. Er prüft eine Adresse oder einen Codeschnipsel und zeigt, welche Rich-Suchergebnisse möglich sind. Nach dem Livegang zeigen die Statusberichte in der Search Console, ob Vorlagen fehlerhafte Daten ausliefern [1]. Welche Typen für deine Website in Frage kommen, beantwortet die Frage Welche strukturierten Daten brauche ich. Wie du Fehler findest, steht unter Wie teste ich strukturierte Daten. Wenn du die Auszeichnung lieber abgeben willst, beschreibt die Leistung strukturierte Daten umsetzen, wie wir dabei vorgehen.
Du weißt nicht, ob deine Website schon strukturierte Daten ausliefert oder ob sie fehlerhaft sind? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde. Alexander Müller schaut sich eine Seite gemeinsam mit dir an.
- Organisation Einführung in strukturierte Daten. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Allgemeine Richtlinien für strukturierte Daten. Google Search Central. Stand 16.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Neueste Änderungen an der Dokumentation zur Google Suche. Google Search Central. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Sind strukturierte Daten ein Rankingfaktor?
Google beschreibt sie als Hilfe, den Inhalt einer Seite zu verstehen, und als Voraussetzung für Rich-Suchergebnisse. Eine bessere Position verspricht Google dafür nicht. Der Nutzen liegt vor allem in der Darstellung und in der eindeutigen Zuordnung.
Welches Format soll ich verwenden?
JSON-LD. Google empfiehlt es, weil es leichter umzusetzen ist und seltener Fehler macht. Mikrodaten und RDFa funktionieren auch, wenn das Markup gültig ist.
Was ist schema.org?
Ein gemeinsames Vokabular für strukturierte Daten mit Typen wie Product, Event oder LocalBusiness. Google nutzt es, legt aber in der eigenen Dokumentation fest, welche Typen und Felder in der Suche eine Wirkung haben.
Sehen Besucher strukturierte Daten?
Nein. Das Markup steht im Quelltext. Es muss aber zu dem passen, was auf der Seite sichtbar ist.
Bekomme ich mit strukturierten Daten sicher Sterne oder Preise in Google?
Nein. Google garantiert keine Rich-Suchergebnisse, auch nicht bei fehlerfreiem Markup. Pflichtfelder müssen vollständig sein, und die Seite muss die Richtlinien einhalten.
Gibt es noch FAQ-Rich-Suchergebnisse?
Nein. Laut Google erscheinen sie seit dem 07.05.2026 nicht mehr in der Google Suche. Eine sichtbare FAQ auf der Seite kann für Besucher trotzdem sinnvoll sein.
Kann ich mit strukturierten Daten etwas falsch machen?
Ja. Wer Angaben auszeichnet, die nicht sichtbar sind, oder Bewertungen erfindet, riskiert eine manuelle Maßnahme. Die Seite verliert dann die Berechtigung für Rich-Suchergebnisse.
Wie prüfe ich meine strukturierten Daten?
Mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google für einzelne Seiten und mit den Statusberichten in der Search Console für die ganze Website. Das URL-Prüftool zeigt, ob Google die Daten auf einer Seite gefunden hat.
Brauche ich als kleines Unternehmen strukturierte Daten?
Sinnvoll sind sie fast immer, weil der Aufwand gering ist. Für eine Firmenwebsite reichen oft Angaben zur Organisation oder zum lokalen Unternehmen und eine Brotkrumenleiste.
Kann mein CMS strukturierte Daten selbst erzeugen?
Viele Systeme und SEO-Plugins erzeugen Grunddaten automatisch. Prüfe trotzdem mit dem Test für Rich-Suchergebnisse, was tatsächlich ausgeliefert wird, denn Plugins und Themes erzeugen manchmal doppelte oder widersprüchliche Angaben.
Wo kommen die strukturierten Daten hin?
Auf die Seite, die sie beschreiben. Angaben zur Organisation gehören laut Google auf die Startseite oder eine Über-uns-Seite, Produktdaten auf die jeweilige Produktseite.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
