Ein statischer Seitengenerator, englisch Static Site Generator oder kurz SSG, ist eine Software, die eine Website vorab als fertige Dateien baut. Du schreibst die Inhalte, zum Beispiel in Markdown oder HTML, und der Generator setzt sie mit Vorlagen zu HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien zusammen [1]. Diese Dateien legst du auf einen Webserver. Ruft jemand eine Adresse auf, schickt der Server die fertige Datei, ohne vorher etwas zu berechnen. Statische Seiten haben keine serverseitige Logik, deshalb bekommen alle Besucher unter derselben Adresse denselben Inhalt [1]. Den Begriff der statischen Website erklärt auch das Glossar unter Statische Website, den Fachbegriff das Lexikon des SEO CMS.
So arbeitet ein Generator
Die Arbeit passiert beim Bauen. Google beschreibt das statische Rendern als Vorgang, der zur Build-Zeit stattfindet und in der Regel für jede Adresse eine eigene HTML-Datei erzeugt [2]. Ein Lauf liest alle Inhalte, wendet die Vorlagen an, erzeugt Navigation, Listen und Sitemap und schreibt das Ergebnis in einen Ordner. Ändert sich ein Text, baust du neu und lädst die geänderten Dateien hoch. Viele Generatoren bringen für die Arbeit am eigenen Rechner einen kleinen Webserver mit, Jekyll etwa mit dem Befehl jekyll serve [3].

Bekannte Generatoren sind Hugo, das in der Programmiersprache Go geschrieben ist und nach eigener Angabe eine ganze Website in Sekunden baut [4], außerdem Jekyll, Eleventy, Astro und Docusaurus [1, 3].
Der Unterschied zu WordPress und anderen dynamischen Systemen
Ein klassisches CMS wie WordPress oder Joomla baut die Seite bei jedem Aufruf neu. Es fragt die Datenbank ab, setzt die Seite zusammen und schickt sie dann. Beim serverseitigen Rendern erzeugt der Server das HTML laut Google bei jeder Navigation neu. Das erlaubt aktuelle und persönliche Inhalte, kann aber die Antwortzeit verlängern und kostet Rechenleistung [2]. Ein statischer Generator verlagert diese Arbeit vor den Aufruf.
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Vorteile und Grenzen
Weil die Seiten nicht erst auf dem Server entstehen, ist die Zeit bis zum ersten Byte gleichbleibend kurz, und die erste Darstellung kommt schnell [2]. Die Dateien lassen sich über ein CDN verteilen [2]. Das hilft bei den Core Web Vitals, wie die Frage Was ist ein guter LCP-Wert zeigt.

Die Grenze nennt Google gleich mit: Jede mögliche Adresse braucht eine eigene Datei. Das wird schwierig, wenn sich Adressen nicht vorhersagen lassen oder eine Website sehr viele einzelne Seiten hat [2]. Funktionen wie eine Suche, Kommentare, Kundenkonten oder ein Warenkorb brauchen zusätzliche Dienste oder Skripte. Und wer keinen Zugang zur Kommandozeile mag, findet viele Generatoren ohne Bedienoberfläche sperrig.
Mischformen
Frameworks wie Next.js und Nuxt können beides. Seiten, die sich vorab bauen lassen, rendern sie statisch, und Seiten mit Live-Daten erzeugt der Server bei jedem Aufruf [2]. Daneben gibt es Systeme mit einer Verwaltung samt Datenbank, die ihre Seiten trotzdem als fertige Dateien ausgeben. Das SEO CMS von SEO NW arbeitet so: Inhalte pflegst du im Backend, ein Bau erzeugt daraus alle Seiten neu, dazu Sitemap, Feed, robots.txt und llms.txt. Ob eine statische Website gut für die Suche ist, beantwortet die Frage Ist eine statische Website gut für SEO, den Vergleich im Detail zeigt der Beitrag Statische Seiten oder dynamisches CMS. Weitere Fragen stehen in der Kategorie Technische SEO.
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- Organisation SSG (Static site generator). MDN Web Docs, Mozilla. Stand 15.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Rendering on the Web. Google, web.dev. Stand 05.01.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Jekyll Quickstart. Jekyll. Stand v4.4.1. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Introduction. Hugo. Stand 10.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen statisch und dynamisch?
Eine statische Seite liegt als fertige Datei auf dem Server. Eine dynamische Seite baut das CMS bei jedem Aufruf aus Datenbank und Vorlagen neu zusammen.
Welche statischen Seitengeneratoren gibt es?
Bekannt sind unter anderem Hugo, Jekyll, Eleventy, Astro und Docusaurus. Sie unterscheiden sich in Programmiersprache, Vorlagensystem und Geschwindigkeit.
Brauche ich für einen statischen Generator eine Datenbank?
Nein. Die Inhalte liegen meist als Dateien vor, etwa in Markdown. Die fertige Website kommt ohne Datenbank aus.
Sind statische Websites schneller?
Meist ja, weil der Server nichts berechnen muss. Google nennt eine gleichbleibend kurze Zeit bis zum ersten Byte und eine schnelle erste Darstellung.
Sind statische Websites sicherer?
Der Webserver liefert nur fertige Dateien und führt keine serverseitige Programmlogik aus. Ob die Website dadurch sicherer ist, hängt auch vom Server und von eingebundenen Skripten ab.
Kann eine statische Website ein Kontaktformular haben?
Ja, aber das Formular braucht einen Dienst oder ein kleines Skript, das die Daten verarbeitet. Die Seite selbst bleibt statisch.
Ist ein statischer Generator für einen Onlineshop geeignet?
Für Produktseiten ja, für Warenkorb, Kundenkonto und Bezahlung braucht es zusätzliche Dienste. Bei sehr vielen Produkten wird das Bauen aufwendig.
Muss ich programmieren können?
Für die meisten Generatoren brauchst du die Kommandozeile und etwas Wissen über Vorlagen. Systeme mit Verwaltung, die statisch ausgeben, sind einfacher zu bedienen.
Wie aktualisiere ich eine statische Website?
Du änderst den Inhalt, startest einen neuen Bau und lädst das Ergebnis hoch. Viele Anbieter bauen automatisch neu, sobald du Änderungen in ein Git-Repository schreibst.
Ist WordPress ein statischer Seitengenerator?
Nein, WordPress baut Seiten bei jedem Aufruf. Es gibt aber Plugins, die eine WordPress-Website als statische Dateien exportieren.
Ist eine statische Website gut für SEO?
Technisch bringt sie gute Voraussetzungen mit, vor allem bei der Ladezeit. Für Rankings zählen trotzdem Inhalt, Struktur und Links.
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