Ein guter LCP-Wert liegt bei 2,5 Sekunden oder weniger. Über 4 Sekunden gilt er als schlecht, dazwischen als verbesserungsbedürftig [1]. Largest Contentful Paint, kurz LCP, misst die Zeit vom Aufruf einer Seite, bis das größte Bild, der größte Textblock oder das größte Video im sichtbaren Bereich dargestellt ist [1]. Bewertet wird der 75. Perzentilwert echter Seitenaufrufe, getrennt nach Mobilgeräten und Desktop [1]. LCP ist einer der drei Core Web Vitals, die Grundlagen stehen unter Was ist ein guter Core-Web-Vitals-Wert und im Glossar unter LCP.
Welches Element als LCP zählt
Der Browser schaut, welches Element im sichtbaren Bereich am größten ist. In Frage kommen Bilder (bei animierten Bildern das erste Bild), Bilder innerhalb einer SVG-Grafik, Videos mit ihrem Vorschaubild oder ersten Bild, Elemente mit einem Hintergrundbild aus CSS und Blöcke mit Text [1]. Farbverläufe aus CSS zählen nicht [1]. Sobald der Besucher tippt, scrollt oder eine Taste drückt, meldet der Browser keine neuen Kandidaten mehr [1].
Auf den meisten Seiten mit großem Kopfbild ist dieses Bild das LCP-Element, auf Textseiten oft die Überschrift oder der erste Absatz. Welches Element es bei dir ist, zeigt PageSpeed Insights im Abschnitt zur Diagnose.
Wo die Zeit verloren geht
Google teilt den LCP in vier Teilzeiten auf [2]. Die erste ist die Zeit bis zum ersten Byte, also bis der Server antwortet. Dann folgt die Ladeverzögerung: Wie lange dauert es, bis der Browser das LCP-Bild überhaupt anfordert? Danach kommt die Ladedauer des Bildes selbst und zum Schluss die Renderverzögerung, bis das Element wirklich auf dem Bildschirm steht. Als Richtwert nennt Google je etwa 40 Prozent für Serverantwort und Ladedauer und jeweils unter 10 Prozent für die beiden Verzögerungen [2].

In unseren Projekten sehen wir oft zwei Ursachen. Entweder antwortet der Server zu langsam, weil jede Seite bei jedem Aufruf neu aus der Datenbank gebaut wird. Oder das Kopfbild wird zu spät angefordert, weil ein Theme es per JavaScript nachlädt oder weil Lazy Loading auch für das erste Bild aktiv ist.
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Wie du den LCP misst
Für die Bewertung zählen Felddaten echter Besucher. Google nennt dafür den Chrome User Experience Report, PageSpeed Insights, den Core-Web-Vitals-Bericht der Search Console und die JavaScript-Bibliothek web-vitals, mit der du die Werte selbst erfassen kannst [1]. Für die Fehlersuche eignen sich Labormessungen mit den Chrome-Entwicklertools, Lighthouse oder WebPageTest [1]. Labortests laufen mit einem festen Gerät und einer festen Verbindung. Sie zeigen gut, welche Teilzeit zu lang ist, liefern aber nicht den Wert, den Google für deine Besucher ermittelt.
So verbesserst du den LCP
Google empfiehlt, das LCP-Bild nie per Lazy Loading zu laden und ihm mit fetchpriority="high" Vorrang zu geben [2]. Das Bild sollte direkt im HTML stehen, damit der Browser es früh findet. Steht es nur im CSS oder JavaScript, hilft ein Preload im HTML [2]. Kleinere Dateien in Formaten wie WebP oder AVIF und ein CDN verkürzen die Ladedauer [2]. Beim Server helfen Caching oder eine statische Auslieferung. Mehr zu Bildern steht im Ratgeber Bilder und Core Web Vitals.

Prüfe die Wirkung danach in den Felddaten. Die Search Console zeigt im Bericht Core Web Vitals, ob deine Seiten die Grenze bei echten Besuchern einhalten [3]. Wenn du die Arbeit abgeben willst, übernimmt SEO NW sie als Core-Web-Vitals-Optimierung. Weitere Fragen zur Technik findest du in der Kategorie Technische SEO.
Dein LCP steht auf Gelb oder Rot und du findest die Ursache nicht? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde. Alexander Müller schaut mit dir auf die Messung und das LCP-Element.
- Organisation Largest Contentful Paint (LCP). Google, web.dev. Stand 20.03.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Largest Contentful Paint optimieren. Google, web.dev. Stand 31.03.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Bericht "Core Web Vitals". Google, Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ab wann ist der LCP schlecht?
Über 4 Sekunden. Zwischen 2,5 und 4 Sekunden gilt er als verbesserungsbedürftig, bis 2,5 Sekunden als gut.
Was misst der LCP genau?
Die Zeit vom Aufruf der Seite, bis das größte Bild, der größte Textblock oder das größte Video im sichtbaren Bereich dargestellt ist. Weiterleitungen und die Serverantwort zählen mit.
Gilt auf dem Handy ein anderer Grenzwert?
Nein, die Grenze von 2,5 Sekunden gilt für beide. Google wertet Mobilgeräte und Desktop aber getrennt aus, deshalb kann eine Seite nur mobil durchfallen.
Kann Text das LCP-Element sein?
Ja. Blockelemente mit Text kommen in Frage, etwa eine große Überschrift oder ein langer erster Absatz.
Zählt ein Hintergrundbild?
Ja, wenn es über CSS mit url() geladen wird. Farbverläufe aus CSS zählen nicht.
Darf ich das Kopfbild lazy laden?
Nein. Google rät ausdrücklich davon ab, weil der Browser das Bild dann zu spät anfordert.
Was bringt fetchpriority="high"?
Der Browser lädt das markierte Bild früher. Google empfiehlt das für das wahrscheinliche LCP-Bild, aber nicht für viele Bilder gleichzeitig.
Welcher Anteil sollte auf die Serverantwort entfallen?
Google nennt als Richtwert etwa 40 Prozent des LCP für die Zeit bis zum ersten Byte und ebenso viel für das Laden des Bildes.
Warum ist mein LCP im Test gut und in der Search Console schlecht?
Der Test läuft unter festen Bedingungen. Die Search Console zeigt echte Besuche, auch mit langsamen Verbindungen und älteren Geräten.
Hilft ein CDN beim LCP?
Oft ja, weil die Dateien näher beim Besucher liegen. Bild-CDNs verkleinern die Dateien zusätzlich.
Endet die Messung beim Scrollen?
Ja. Sobald der Besucher tippt, scrollt oder eine Taste drückt, meldet der Browser keine neuen LCP-Kandidaten mehr.
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