Die Search Console sortiert 4xx-Fehler im Bericht zur Seitenindexierung in eigene Gruppen: Nicht autorisiert (401), Zugriff verboten (403) und Nicht gefunden (404). Alles, was dort nicht hineinpasst, landet unter "Sonstiger 4xx-Fehler" [1]. Google empfiehlt, die betroffenen Seiten mit dem URL-Prüftool zu untersuchen [1]. Die Meldung ist also ein Sammelbecken, und die erste Aufgabe ist herauszufinden, welcher Code genau dahintersteckt.
Welche Codes infrage kommen
Die 400er-Klasse zeigt nach dem HTTP-Standard an, dass der Fehler offenbar beim anfragenden Programm liegt [2]. Welche Codes in der Sammelgruppe landen, zählt Google nicht einzeln auf. Infrage kommen zum Beispiel 400 (der Server kann oder will die Anfrage wegen eines vermuteten Fehlers des Clients nicht bearbeiten), 405 (die Methode der Anfrage wird für diese Adresse nicht unterstützt), 408 (die Anfrage kam nicht rechtzeitig vollständig an) oder 414 (die Adresse ist länger, als der Server verarbeiten will) [2]. Eine Ausnahme ist 429 für zu viele Anfragen. Google wertet diesen Code als Zeichen für einen überlasteten Server und behandelt ihn wie einen Serverfehler [3].

Wie Google mit 4xx umgeht
Abgesehen von 429 behandelt Google alle 4xx-Codes gleich. Der Inhalt der URL wird nicht verwendet, neue URLs kommen nicht in den Index, und bereits indexierte werden aus dem Index entfernt [3]. Google crawlt solche Adressen allmählich seltener, die Crawling-Rate der Website ändert sich dadurch aber nicht direkt [3]. Ein gelegentlicher 4xx-Fehler bei einer unwichtigen Adresse ist deshalb kein Grund zur Sorge. Anders sieht es aus, wenn Seiten betroffen sind, die in die Suche gehören.
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Den genauen Code finden
Öffne die Beispiel-URLs im URL-Prüftool und starte den Live-Test. Unter "Seitenabruf" siehst du, ob Google die Seite laden konnte [4]. Den genauen Code zeigen dir außerdem die Logs deines Webservers. Such dort nach Zugriffen von Googlebot auf die betroffenen Adressen. Den Ratgeber Server-Logs auswerten kannst du dafür als Anleitung nehmen.

In unseren Projekten sehen wir bei dieser Meldung oft ähnliche Ursachen. Sehr lange Adressen mit vielen Filterparametern stoßen an die Grenzen des Servers und liefern 414. Ein Schutzsystem gegen Bots blockiert bestimmte Anfragen mit 400 oder einem eigenen Code. Formular- oder Schnittstellenadressen, die nur auf POST-Anfragen reagieren, antworten auf den Abruf von Googlebot mit 405. Bei einem Ferienhausvermieter mit Buchungskalender können etwa die Adressen der Kalenderansichten für jeden einzelnen Tag in diesem Status auftauchen.
Was du tun kannst
Gehört die Adresse in die Suche, behebst du die Ursache auf dem Server, im Plugin oder in der Firewall, bis der Live-Test eine normale Antwort zeigt. Gehört sie nicht in die Suche, etwa eine Schnittstelle oder ein Formularziel, nimmst du sie aus der Sitemap und aus Links, die Google folgen kann. Erzeugt dein System sehr viele solcher Adressen, etwa durch Filter, lohnt es sich, die Verlinkung zu begrenzen oder die Muster per robots.txt vom Crawlen auszuschließen.
Nach der Korrektur startest du im Bericht die Überprüfung der Fehlerbehebung. Die dauert in der Regel etwa zwei Wochen [1]. Die eigenen Gruppen erklären die Seiten Nicht autorisiert (401), Zugriff verboten (403) und Nicht gefunden (404). Einen Überblick über alle Codes gibt das Glossar unter Statuscodes.
Zeigt das URL-Prüftool bei dir nur einen allgemeinen Fehler und die Logs helfen nicht weiter? In der gratis Sprechstunde suchen wir mit dir nach dem genauen Code und klären, ob du handeln musst.
- Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Google, Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Gesetz RFC 9110: HTTP Semantics, Abschnitt 15.5 (Client Error 4xx). IETF. Stand 06/2022. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Auswirkungen von HTTP-Statuscodes, Netzwerk- und DNS-Fehlern auf die Google Suche. Google Search Central. Stand 06.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation URL-Prüftool. Google, Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was bedeutet "Sonstiger 4xx-Fehler"?
Dein Server hat einen Fehlercode der 400er-Klasse geliefert, der nicht 401, 403 oder 404 ist. Die Search Console fasst solche Fälle in dieser Gruppe zusammen.
Welche Codes fallen darunter?
Google nennt keine Liste. Infrage kommen zum Beispiel 400, 405, 408 oder 414.
Gehört 429 auch dazu?
Google behandelt 429 wie einen Serverfehler, weil der Code auf einen überlasteten Server hindeutet.
Werden betroffene Seiten indexiert?
Nein. Neue URLs mit 4xx kommen nicht in den Index, schon indexierte werden aus dem Index entfernt.
Wie finde ich den genauen Code?
Mit dem Live-Test im URL-Prüftool und in den Logs deines Webservers. Such dort nach Zugriffen von Googlebot.
Bremst ein 4xx-Fehler das Crawling meiner ganzen Website?
Laut Google nicht direkt. Die betroffenen Adressen ruft Google mit der Zeit seltener ab.
Was bedeutet 414?
Die Adresse ist länger, als der Server verarbeiten will. Das passiert oft bei sehr vielen Filterparametern.
Was bedeutet 405?
Die Adresse unterstützt die Methode der Anfrage nicht, zum Beispiel weil sie nur auf POST reagiert.
Muss ich jede Meldung beheben?
Nein. Nur bei Seiten, die in die Suche gehören. Schnittstellen und Formularziele nimmst du aus Sitemap und Links.
Kann eine Firewall 4xx-Fehler erzeugen?
Ja, Schutzsysteme gegen Bots antworten manchmal mit 400 oder eigenen Codes. Prüfe ihre Regeln, wenn nur Googlebot betroffen ist.
Wie lange dauert die Überprüfung nach der Korrektur?
In der Regel etwa zwei Wochen, manchmal länger.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
