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Häufige Fragen

Nicht gefunden (404) in der Search Console

"Nicht gefunden (404)" heißt, dass dein Server für die URL den Code 404 geliefert hat. Ist die Seite bewusst gelöscht und gibt es keinen Ersatz, ist das in Ordnung. Ist sie umgezogen, richtest du eine 301-Weiterleitung auf die neue Adresse ein.

Leeres Holzregal in einem kleinen Laden mit einer staubfreien Stelle, wo etwas stand
Bild: KI-generiert

Im Bericht zur Seitenindexierung steht "Nicht gefunden (404)" für URLs, bei denen dein Server den Statuscode 404 zurückgegeben hat. Nach dem HTTP-Standard bedeutet 404, dass der Server für die angefragte Adresse keine aktuelle Darstellung gefunden hat [1]. Google hat die URL oft ohne Sitemap oder ausdrückliche Anfrage entdeckt, etwa über einen Link auf einer anderen Seite [2]. Eine lange Liste sieht bedrohlich aus. Wurde eine Seite aber entfernt und gibt es keinen Ersatz, ist das laut Google nicht unbedingt ein Problem [3].

Was Google mit 404-Seiten macht

Den Inhalt einer URL mit 4xx-Code verwendet Google nicht. Neue URLs mit 404 kommen nicht in den Index, bereits indexierte werden aus dem Index entfernt [4]. Google crawlt solche Adressen mit der Zeit seltener [2, 4]. Der Code 410 bedeutet, dass die Ressource am Server nicht mehr verfügbar ist [1]. Google behandelt 404 und 410 aber gleich [4]. Für dauerhaft entfernte Seiten ohne Ersatz empfiehlt Google genau diese beiden Codes [5, 6].

Eine eigene, gestaltete Fehlerseite ist sinnvoll, damit Besucher weiterfinden. Wichtig ist, dass sie trotzdem den Statuscode 404 liefert [5]. Zeigt sie "Seite nicht gefunden" mit dem Code 200, meldet die Search Console ein Soft 404. Die Seite Soft 404 erklärt diesen Fall.

Wann du handeln solltest

Geh die Beispiel-URLs im Bericht durch und sortiere sie in drei Gruppen. Die erste sind Seiten, die du bewusst gelöscht hast und die keinen Nachfolger haben, etwa ein abgelaufenes Gewinnspiel. Hier musst du nichts tun. Die zweite sind Seiten, die umgezogen sind oder einen passenden Ersatz haben. Für sie richtest du eine 301-Weiterleitung auf die neue Adresse ein [3]. Die dritte sind Adressen, die es nie gab, zum Beispiel durch Tippfehler in Links. Kommen sie von deiner eigenen Website, korrigierst du den Link. Kommen sie von fremden Seiten, kannst du bei häufig verlinkten Adressen eine Weiterleitung auf die passende Seite setzen.

Frau sortiert in einem hellen leeren Raum Umzugskartons in drei Gruppen
Bild: KI-generiert

Ein Beispiel: Ein Reiseveranstalter stellt seine Website auf ein neues System um, und alle Reiseseiten bekommen neue Adressen. Ohne Weiterleitungen landen Besucher aus alten Links und Lesezeichen auf der Fehlerseite, und die Search Console füllt sich mit 404-Meldungen. Mit einer Tabelle aus alter und neuer Adresse und einer 301 je Zeile lässt sich das vermeiden. Wie das geht, beschreibt die Frage Brauche ich 301-Weiterleitungen beim Relaunch.

Leite nicht pauschal jede 404 auf die Startseite weiter. Nach unserer Erfahrung führt das zu verwirrten Besuchern, und die Search Console meldet solche Weiterleitungen dann oft als Soft 404. Eine Weiterleitung lohnt nur, wenn das Ziel inhaltlich wirklich passt. Für ein Produkt ohne Nachfolger ist ein sauberer 404 mit einer hilfreichen Fehlerseite meist die ehrlichere Antwort: Besucher sehen sofort, dass der Artikel fehlt, und finden über Suche und Kategorien weiter.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Die Meldung im Blick behalten

Die Liste im Bericht ist auf 1.000 Beispiel-URLs begrenzt [3]. Wichtiger als die Gesamtzahl ist, ob wichtige Seiten darunter sind. Prüfe nach jedem größeren Umbau, ob neue 404 bei Seiten auftauchen, die Besucher oder Links bringen. Viele weitere Hinweise zur Fehlersuche stehen in der Frage Wie behebe ich 404-Fehler. Die Begriffe erklären die Glossareinträge 404-Fehler und 410-Status.

Mann liest am Küchentisch mit einem Stift eine ausgedruckte Liste durch
Bild: KI-generiert

Du weißt nicht, welche deiner 404-Adressen eine Weiterleitung brauchen? Bring die Liste aus dem Bericht in die gratis Sprechstunde, und wir sortieren mit dir, was bleiben darf und was umgeleitet werden sollte.

  1. Gesetz RFC 9110: HTTP Semantics, Abschnitte 15.5.5 (404) und 15.5.11 (410). IETF. Stand 06/2022. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Google, Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Page indexing report. Google, Search Console Help. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Auswirkungen von HTTP-Statuscodes, Netzwerk- und DNS-Fehlern auf die Google Suche. Google Search Central. Stand 06.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Fehler beim Crawlen durch die Google Suche beheben. Google Search Central. Stand 22.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Crawling-Budget für große Websites verwalten. Google Search Central. Stand 16.09.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Ist "Nicht gefunden (404)" schlimm für mein Ranking?

Für gelöschte Seiten ohne Ersatz nicht unbedingt. Google entfernt sie aus dem Index und crawlt sie seltener. Ein Problem ist es, wenn wichtige Seiten betroffen sind.

Woher kennt Google die gelöschten Adressen?

Meist aus Links auf deiner oder fremden Websites, manchmal aus alten Sitemaps.

Muss ich jede 404 weiterleiten?

Nein. Weiterleiten solltest du nur Seiten, die umgezogen sind oder einen passenden Ersatz haben.

Soll ich 404 auf die Startseite umleiten?

Besser nicht. Besucher finden dort nicht, was sie gesucht haben, und nach unserer Erfahrung meldet die Search Console solche Weiterleitungen oft als Soft 404.

Was ist der Unterschied zwischen 404 und 410?

410 sagt, dass die Ressource dauerhaft nicht mehr da ist. Google behandelt beide Codes gleich.

Darf meine Fehlerseite schön gestaltet sein?

Ja, mit Suche und Links hilft sie Besuchern. Sie muss aber den Statuscode 404 liefern.

Wie schnell verschwinden 404-Seiten aus dem Index?

Google entfernt bereits indexierte URLs mit 4xx-Code aus dem Index. Einen festen Zeitraum nennt Google nicht.

Warum tauchen Adressen auf, die es nie gab?

Oft durch Tippfehler in Links, abgeschnittene Adressen oder alte Parameter. Kommen sie von deiner Website, korrigierst du die Links.

Sehe ich im Bericht alle 404-Adressen?

Nein, die Beispielliste ist auf 1.000 Zeilen begrenzt. Für große Websites hilft zusätzlich ein eigener Crawl.

Muss ich nach der Korrektur etwas in der Search Console tun?

Du kannst im Bericht die Fehlerbehebung überprüfen lassen. Bei bewusst gelöschten Seiten ist das nicht nötig.

Hilft es, gelöschte Seiten per robots.txt zu sperren?

Nein. Dann sieht Google den 404-Code nicht mehr. Lass den Code einfach stehen.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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