Der HTTPS-Bericht in der Google Search Console zeigt, wie viele indexierte Adressen deiner Website über HTTP und wie viele über HTTPS laufen [1]. Für jede HTTP-Adresse sucht die Search Console nach einer passenden HTTPS-Adresse, wobei sie Parameter ignoriert, und nennt den Grund, warum Google die sichere Variante nicht indexiert hat [1]. Im Idealfall stehen im Bericht keine HTTP-Adressen [1].
Der Bericht steht nur für Domain-Properties und für URL-Präfix-Properties mit https zur Verfügung [1]. Wer nur eine Property für http://beispiel.de angelegt hat, sieht ihn nicht. Den Unterschied der Property-Arten erklärt Domain-Property oder URL-Präfix. Der Bericht ist eine Stichprobe und keine vollständige Liste aller Adressen [1].
Warum Google HTTPS bevorzugt
Gibt es eine Seite unter http und unter https, wählt Google bei sonst gleichen Signalen bevorzugt die HTTPS-Version als kanonische Adresse [2]. Steht eine Seite trotzdem mit http im Index, sendet die Website meist ein widersprüchliches Signal. Ob HTTPS auch beim Ranking zählt, beantwortet die Frage Ist HTTPS ein Rankingfaktor.
Die Gründe im Bericht
"HTTP ist mit kanonischem Tag markiert" heißt, dass die HTTP-Seite sich selbst als kanonisch angibt. Setz das Canonical auf die HTTPS-Adresse [1]. "HTTPS enthält ungültiges Zertifikat" betrifft meist die ganze Website, und das Zertifikat muss erneuert oder richtig eingerichtet werden [1]. "Sitemap verweist auf HTTP" heißt, dass deine Sitemap noch HTTP-Adressen enthält [1]. "HTTPS enthält Weiterleitung" bedeutet, dass die HTTPS-Adresse auf HTTP zurückleitet [1]. Bei "HTTPS-URL ist durch eine robots.txt-Datei blockiert" sperrt eine Regel das Crawlen der sicheren Variante [1].

"HTTPS nicht ausgewertet" ist ein Sammelgrund [1]. Dahinter kann stecken, dass es keine HTTPS-Version gibt und sie einen 404 oder einen anderen Fehler liefert, dass Google trotz HTTPS-Version die HTTP-Version gewählt hat, dass die Auswertung wegen zu vieler Fehler abgebrochen wurde, dass ein Fehler auf der ganzen Website die Auswertung verhindert oder dass Google die Adresse noch nicht gecrawlt hat [1]. Daneben gibt es "Sonstige Probleme" für alles, was in keine Gruppe passt [1].
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In welcher Reihenfolge du vorgehst
Google rät, zuerst alle Gründe außer "HTTPS nicht ausgewertet" zu beheben und mit denen anzufangen, die die meisten Seiten betreffen [1]. Taucht "HTTPS nicht ausgewertet" sehr oft auf, lohnt ein Blick in die Crawling-Statistik, ob der Server Verfügbarkeitsprobleme hat, und in den Bericht zur Seitenindexierung, ob viele 404-Fehler auftreten [1]. Fehlt die HTTPS-Version einer Seite, legst du sie an. Gibt es sie, ist das ausdrückliche Canonical auf die HTTPS-Adresse laut Google die beste Lösung [1].

Ob das Canonical richtig ankommt, prüfst du mit dem Live-Test im URL-Prüftool und der Ansicht der getesteten Seite [1]. Manche Fehler verschwinden von selbst, weil Google HTTP oft vor HTTPS crawlt [1]. Bei frisch gecrawlten Adressen wartest du etwa einen Tag, bevor du erneut nachsiehst [1]. Nach unserer Erfahrung bleiben nach einer HTTPS-Umstellung am häufigsten fest eingetragene http-Links in Menüs, Vorlagen und alten Beiträgen zurück. Sie führen zwar über eine Weiterleitung zum Ziel, senden aber weiter das alte Signal.
Für die Umstellung selbst gilt dasselbe wie bei jedem Umzug mit neuen Adressen: Jede HTTP-Adresse leitet dauerhaft per 301 oder 308 auf ihre HTTPS-Entsprechung weiter, und interne Links, Canonicals und die Sitemap zeigen auf die neuen Adressen [3]. Das Tool zur Adressänderung brauchst du dafür nicht, es ist nur für den Wechsel der Domain gedacht [3]. Bestätige aber die HTTPS-Variante in der Search Console, damit du ihre Berichte siehst [3].
Den Ablauf einer Umstellung beschreibt das Glossar unter HTTPS-Umstellung, das Zertifikat selbst unter SSL-Zertifikat. Wie Canonicals allgemein wirken, steht unter Was ist ein Canonical-Tag.
Der Bericht listet bei dir noch HTTP-Adressen, und du findest keine Ursache? In der gratis Sprechstunde schauen wir uns ein paar Beispiele gemeinsam an.
- Organisation HTTPS-Bericht. Google Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Doppelte URLs mit Canonical-Tags und anderen Methoden zusammenfassen. Google Search Central. Stand 15.07.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Websiteverschiebung mit URL-Änderungen. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was zeigt der HTTPS-Bericht?
Wie viele indexierte Adressen deiner Website über HTTP und wie viele über HTTPS laufen, und warum Google für HTTP-Adressen die HTTPS-Version nicht nimmt.
Warum sehe ich den HTTPS-Bericht nicht?
Er steht nur für Domain-Properties und URL-Präfix-Properties mit https zur Verfügung.
Wie viele HTTP-Adressen sind in Ordnung?
Im Idealfall keine. Jede HTTP-Adresse im Bericht hat einen Grund, den du beheben kannst.
Was heißt "HTTPS nicht ausgewertet"?
Ein Sammelgrund, etwa weil es keine HTTPS-Version gibt, Google die HTTP-Version gewählt hat oder die Adresse noch nicht gecrawlt ist.
Womit fange ich an?
Mit allen Gründen außer "HTTPS nicht ausgewertet", und dort mit denen, die die meisten Seiten betreffen.
Was mache ich bei "HTTP ist mit kanonischem Tag markiert"?
Setz das Canonical auf die HTTPS-Adresse. Laut Google ist das ausdrückliche Canonical auf HTTPS die beste Lösung.
Betrifft ein ungültiges Zertifikat einzelne Seiten?
Meist die ganze Website. Das Zertifikat muss erneuert oder richtig eingerichtet werden.
Muss die Sitemap HTTPS-Adressen enthalten?
Ja. Verweist die Sitemap auf HTTP-Adressen, meldet der Bericht das als eigenen Grund.
Warum verschwinden manche Fehler von selbst?
Google crawlt HTTP oft vor HTTPS. Manche Meldungen lösen sich, sobald Google die sichere Variante abgerufen hat.
Wie prüfe ich eine einzelne Adresse?
Mit dem Live-Test im URL-Prüftool. In der Ansicht der getesteten Seite siehst du, welches Canonical Google findet.
Ist der Bericht vollständig?
Nein. Er zeigt eine Stichprobe, um die Qualität der HTTPS-Umsetzung einzuschätzen.
Noch eine Frage offen?
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
