Ein Umzug auf eine neue Domain ist für Google ein Websiteumzug mit Änderung der Adressen. Google beschreibt dafür einen festen Ablauf, und wer sich daran hält, behält in der Regel die meisten Signale der alten Domain [1]. Jede alte Adresse braucht ein passendes Ziel auf der neuen Domain, und die Weiterleitungen müssen lange stehen bleiben.
Vorbereitung
Bestätige in der Search Console die alte und die neue Domain, und zwar mit allen Varianten, also mit und ohne www und mit http und https [1]. Leg dann eine Liste aller alten Adressen an. Google nennt als Quellen dafür Sitemaps, Serverprotokolle, die Webanalyse und das CMS [1]. Ordne jeder alten Adresse eine neue zu. Inhalte, die du nicht mitnimmst, liefern auf der neuen Domain den Status 404 oder 410 [1].

Auf der neuen Domain bekommt jede Seite ein Canonical-Tag, das auf sich selbst zeigt. Interne Links und hreflang-Angaben passt du an die neuen Adressen an, und du erstellst eine neue Sitemap [1]. Plane außerdem etwas Reserve beim Server ein, weil Google die neue Website nach dem Umzug vorübergehend stärker crawlt [1].
Der Umzugstag
Am Tag des Umzugs schaltest du die Weiterleitungen ein. Google empfiehlt serverseitige, dauerhafte Weiterleitungen mit dem Status 301 oder 308 [1]. Ketten sollten möglichst kurz sein: Google folgt bis zu zehn Schritten, empfiehlt im Idealfall aber bis zu drei und höchstens vier [1]. Prüf einige Adressen mit dem URL-Prüftool, reiche die neue Sitemap ein und ändere die Links, die du selbst steuern kannst, etwa Profillinks in sozialen Netzwerken und Links in Werbekampagnen [1]. Die alte Sitemap kannst du danach entfernen [1]. Kleine und mittelgroße Websites sollten laut Google auf einmal umziehen, große Websites können es abschnittsweise tun [1].
Danach meldest du den Umzug in der Search Console mit dem Tool zur Adressänderung. Voraussetzung ist, dass du Inhaber beider Properties mit demselben Google-Konto bist und die Startseite per 301 auf die neue Startseite weiterleitet [2]. Das Tool prüft das vorab und lässt dich bei kritischen Fehlern nicht weiter [2]. Wie das im Einzelnen aussieht, beschreibt die Seite Adressänderung in der Search Console.
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Nach dem Umzug
Die Weiterleitungen bleiben laut Googles Anleitung mindestens ein Jahr bestehen, aus Sicht der Nutzer am besten dauerhaft [1]. Die Hilfe zur Adressänderung rät außerdem, die alte Domain mindestens ein Jahr weiter zu bezahlen [2]. Wer sie früher freigibt, riskiert, dass jemand anderes sie registriert und die alten Links auf fremde Inhalte führen.

Rechne mit Schwankungen. Google schreibt, dass mittelgroße Websites einige Wochen oder länger schwanken können, große entsprechend länger [1]. Bis die meisten Seiten umgezogen sind, dauert es bei kleinen und mittelgroßen Websites meist einige Wochen [1]. Beobachte in dieser Zeit die Seitenindexierung beider Domains: Die Zahl der indexierten alten Adressen sollte sinken, die der neuen steigen [1]. Was bei längeren Schwankungen zu prüfen ist, steht unter Wie lange schwanken die Rankings nach einem Relaunch.
Ein häufiger Fehler aus unserer Praxis: Alle alten Adressen leiten auf die neue Startseite. Das ist bequem, aber Google kann so die Signale der einzelnen Seiten nicht zuordnen. Ein zweiter: Der Umzug wird mit einem neuen Design und neuen Adressen auf einmal erledigt. Je mehr sich gleichzeitig ändert, desto schwerer lässt sich ein Einbruch erklären. Warum jede Seite ihr eigenes Ziel braucht, beschreibt Brauche ich 301-Weiterleitungen beim Relaunch. Den Begriff erklärt das Glossar unter Domain-Umzug, und wer den Umzug abgeben will, findet die Leistung unter Domain-Umzug.
Du planst einen Umzug und willst wissen, ob deine Liste der Weiterleitungen vollständig ist? Stell die Frage in der gratis Sprechstunde, bevor du umschaltest.
- Organisation Websiteverschiebung mit URL-Änderungen. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Tool zur Adressänderung. Google Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Verliere ich beim Domainumzug meine Rankings?
Laut Google haben 301-Weiterleitungen keine negativen Auswirkungen auf den PageRank. Schwankungen von einigen Wochen sind trotzdem normal.
Wie lange müssen die Weiterleitungen bestehen bleiben?
Laut Googles Anleitung mindestens ein Jahr, aus Sicht der Nutzer am besten dauerhaft.
Muss ich die alte Domain behalten?
Ja. Die Hilfe zur Adressänderung rät, die alte Domain mindestens ein Jahr weiter zu bezahlen. Sonst können die Weiterleitungen nicht weiterlaufen.
301 oder 308?
Beides sind dauerhafte Weiterleitungen, und Google empfiehlt beide. Wichtig ist, dass die Weiterleitung serverseitig läuft.
Brauche ich das Tool zur Adressänderung?
Bei einem Wechsel der Domain oder Subdomain ja. Für den Wechsel von http auf https, auf www oder für neue Pfade ist es nicht nötig.
Kann ich alle alten Seiten auf die Startseite weiterleiten?
Besser nicht. Jede alte Seite sollte auf die passende neue Seite zeigen, damit Google die Signale zuordnen kann.
Wie lange dauert der Umzug bei Google?
Bei kleinen und mittelgroßen Websites meist einige Wochen, bis die meisten Seiten umgezogen sind. Große Websites brauchen länger.
Soll ich große Websites auf einmal umziehen?
Google empfiehlt, kleine und mittelgroße Websites auf einmal umzuziehen. Große Websites können abschnittsweise umziehen.
Was passiert mit Seiten, die ich nicht mitnehme?
Sie liefern einen 404- oder 410-Status. Gibt es eine passende neue Seite, leitest du dorthin weiter.
Was muss ich außerhalb der Website ändern?
Alle Links, die du selbst steuerst, etwa Profile in sozialen Netzwerken und Links in Werbekampagnen.
Woran sehe ich, dass der Umzug klappt?
In der Search Console sinkt die Zahl der indexierten alten Adressen, während die der neuen steigt. Der Traffic verlagert sich nach und nach.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
