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Häufige Fragen

Was ist Negative SEO?

Negative SEO bezeichnet Versuche, die Rankings einer fremden Website gezielt zu verschlechtern, zum Beispiel mit massenhaft gekauften Spamlinks, eingeschleusten Inhalten nach einem Hack oder gefälschten Bewertungen. Spamlinks neutralisiert Google nach eigenen Angaben meist selbst, Hacks und Bewertungen verlangen dagegen schnelles Handeln.

Ladeninhaberin steht in der Abenddämmerung ruhig hinter der Glastür ihres kleinen Geschäfts
Bild: KI-generiert

Negative SEO ist der Versuch, einer fremden Website in den Suchergebnissen zu schaden. Wer so etwas tut, will meist einen Konkurrenten nach unten drücken. Die bekanntesten Mittel sind Tausende minderwertige Links auf die Zielseite, das Einschleusen von Spam nach einem Einbruch in die Website, kopierte Inhalte auf fremden Domains und gefälschte negative Bewertungen. Die Sorge davor ist verbreitet. Die Wirkung der einzelnen Methoden ist aber sehr unterschiedlich, und für die bekannteste gibt Google eine recht beruhigende Antwort.

Viele Betreiber entdecken in ihrem Linkprofil plötzlich Hunderte Verweise von seltsamen Seiten und fürchten einen Angriff. Google beschreibt seit Jahren, dass seine Systeme mit unnatürlichen Links selbst umgehen. Beim Link-Spam-Update im Dezember 2022 schrieb Google, dass SpamBrain die Wirkung unnatürlicher Links auf die Suchergebnisse neutralisieren soll [3]. Auf der Seite zu Spam-Updates heißt es, die Systeme entfernen die Effekte, die Spamlinks haben können [2]. Links, die Google ignoriert, können einer Website also weder nutzen noch schaden.

Das Disavow-Tool der Search Console ist für die meisten Websites deshalb überflüssig. Google rät nur dann dazu, wenn viele Spam-, künstliche oder minderwertige Links auf die Website zeigen und diese Links zu einer manuellen Maßnahme geführt haben oder wahrscheinlich führen werden [1]. Wer bei jedem fremden Link eine Disavow-Datei hochlädt, macht sich viel Arbeit. Mit einer falschen Datei kann er sogar gute Links entwerten, denn jede neue Datei ersetzt die alte vollständig [1].

Hacks und eingeschleuste Inhalte

Gefährlicher ist ein Einbruch in die Website selbst. Google zählt zu gehackten Inhalten alles, was ohne Erlaubnis auf einer Website landet: eingeschleuster Code, ganze Seiten mit Spam und Weiterleitungen, die nur einen Teil der Besucher auf fremde Seiten umleiten [4]. Solche Inhalte verstoßen gegen die Spamrichtlinien, auch wenn der Betreiber nichts dafür kann. Hier hilft kein Abwarten. Säubere die Website, schließe die Lücke, ändere alle Zugangsdaten und prüfe in der Search Console den Bericht zu Sicherheitsproblemen. Veraltete Erweiterungen und schwache Passwörter sind nach unserer Erfahrung die häufigsten Einfallstore.

Schlosser tauscht in einem Flur ein schweres altes Türschloss aus, Nahaufnahme der Hände
Bild: KI-generiert

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Kopierte Inhalte und falsche Bewertungen

Manchmal tauchen Texte einer Website auf fremden Domains auf. Dahinter kann automatisches Abgreifen von Inhalten stecken. Bei Urheberrechtsverletzungen bietet Google ein Verfahren zur Meldung an. Die rechtliche Seite klärst du am besten mit einem Anwalt.

Gefälschte negative Rezensionen im Unternehmensprofil wirken direkt auf Kunden. Google lässt laut seinen Richtlinien keine Inhalte zu, die nicht auf realen Erfahrungen beruhen, und entfernt gefälschte Interaktionen [5]. Melde solche Bewertungen über das Profil und antworte öffentlich sachlich, damit andere Leser sehen, dass du dich kümmerst.

So bleibst du gelassen und wachsam

Schau regelmäßig in den Linkbericht der Search Console und in den Bericht zu manuellen Maßnahmen. Halte CMS und Erweiterungen aktuell und sichere die Website täglich. Bricht der Traffic ein, prüfe zuerst die naheliegenden Ursachen wie ein Core Update, technische Fehler oder Änderungen an der eigenen Website, bevor du einen Angriff vermutest. Mehr dazu steht unter Brauche ich eine Disavow-Datei, Was ist ein toxischer Backlink und Wie prüfe ich mein Backlink-Profil. Die Kurzdefinition steht im Glossar unter Negative SEO. Wurde deine Website gehackt, hilft der Webseiten-Notdienst rund um die Uhr.

Leuchtturm an einer felsigen Küste zur blauen Stunde, sein Licht streift über ruhiges Wasser
Bild: KI-generiert

Du findest verdächtige Links und weißt nicht, ob du handeln musst? Frag in der gratis Sprechstunde nach. Eine gründliche Auswertung deines Linkprofils bietet SEO NW mit der Backlink-Analyse, bei einer manuellen Maßnahme die Penalty-Hilfe.

  1. Organisation Links zu Ihrer Website für ungültig erklären. Search Console-Hilfe (Google). Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Spam-Updates für die Google Suche. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation December 2022 link spam update releasing for Google Search. Google Search Central Blog. Stand 14.12.2022. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Kann ein Konkurrent meiner Website mit Spamlinks schaden?

Google schreibt, dass seine Systeme die Wirkung unnatürlicher Links neutralisieren. Ein Angriff nur mit Spamlinks bleibt deshalb meist folgenlos. Prüfe aber den Bericht zu manuellen Maßnahmen in der Search Console.

Muss ich eine Disavow-Datei hochladen, wenn ich Spamlinks finde?

Meist nicht. Google empfiehlt das Tool nur bei vielen künstlichen Links, die zu einer manuellen Maßnahme geführt haben oder wahrscheinlich führen. Für die meisten Websites ist es laut Google unnötig.

Woran erkenne ich einen Angriff mit Links?

An einem plötzlichen Anstieg von Links aus thematisch fremden, oft fremdsprachigen Seiten, häufig mit Ankertexten aus Glücksspiel oder Pharma. Ein solcher Anstieg allein ist noch kein Grund zur Panik.

Was ist gefährlicher als Spamlinks?

Ein Hack. Eingeschleuste Seiten, Code oder Weiterleitungen verstoßen gegen die Spamrichtlinien und schaden Besuchern direkt. Hier musst du sofort handeln.

Wie schütze ich meine Website vor Hacks?

Mit aktuellen Versionen von CMS und Erweiterungen, starken Passwörtern, möglichst Zwei-Faktor-Anmeldung und täglichen Sicherungen. Erweiterungen aus unbekannten Quellen solltest du meiden.

Was mache ich gegen gefälschte Bewertungen?

Melde sie im Unternehmensprofil als unangemessen und antworte sachlich. Google entfernt laut Richtlinien Beiträge, die nicht auf echten Erfahrungen beruhen.

Jemand hat meine Texte kopiert. Ist das Negative SEO?

Dahinter kann automatisches Kopieren stecken. Bei Urheberrechtsverletzungen gibt es bei Google ein Meldeverfahren, die rechtliche Seite klärt ein Anwalt.

Mein Traffic ist eingebrochen. War das ein Angriff?

Prüfe zuerst andere Ursachen: ein Core Update, technische Fehler, Änderungen an der eigenen Website oder saisonale Schwankungen.

Kann ich Negative SEO bei Google melden?

Für Spam auf fremden Websites gibt es ein Meldeformular. Bei eigenen Problemen siehst du in der Search Console nach Sicherheitsproblemen und manuellen Maßnahmen.

Hilft eine Disavow-Datei vorsorglich?

Nein. Jede neue Datei ersetzt die alte vollständig, und mit falschen Einträgen entwertest du womöglich gute Links. Nutze das Tool nur, wenn Google es für deinen Fall empfiehlt.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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